Jahresrückblick 2021

Schon wieder ein Jahr rum... Ging ziemlich fix. War mitunter extrem anstrengend, in jeglicher Hinsicht. Jetzt ist der Akku ziemlich am Boden, und die Tage zwischen Jahren ermöglichen es hoffentlich, die Batterien wieder aufzuladen. Und diesen persönlichen Jahresrückblick zu fabrizieren. Ein Wunsch aus der letztjährigen Ausgabe (Tschüss Trump) hat sich erfüllt. Corona dagegen hat sich noch nicht gefickt, sondern wohl eher uns alle, und das so richtig. Wieder keine Festivals, kaum Konzerte. Ein immer stärker werdende Spaltung der Gesellschaft bis tief hinein in feste Freundschaften und sogar die Familie. Deshalb werde ich zu diesem Thema nicht weiter schreiben. Denn egal wie die persönliche Einstellung ist, wie man sich auch positioniert, derzeit ist es meiner Ansicht nach unmöglich, vernünftige, sachliche Diskussionen zu führen, ohne dass eine Seite nach gefühlten Millisekunden an die Decke geht, der Disput eskaliert und man sich zumindest verbal unwillkürlich gegenseitig ans Leder geht. Sei es im Internet oder Face to Face. Außerdem habe ich das Gefühl, dass ob man/frau es will oder nicht, so gut wie jedes Gespräch egal welchen Inhalts schon nach kurzer Zeit unweigerlich in das "C" Thema kippt, und darauf habe ich keinen Bock mehr. Bitte nicht falsch verstehen, das ist keinesfalls ein Ausblenden der Problematik, ich habe einfach keine Lust und auch keine Kraft mehr, mein Leben in ALLEN Bereichen von einem verfickten Virus beherrschen zu lassen. Also endet dieses Thema hier an dieser Stelle.

Es gibt auch genügend Anderes, durchaus Positives 2021 zu berichten. Und da Ihr euch hier auf den Seiten ein metallischen Musikmagazins befindet, soll es in der Hauptsache auch um "unsere" Musik gehen. Denn wenn Corona eine Sache bewirkt hat, dann dass viele Bands (gezwungenermaßen, u.a. aufgrund mangelnder Tour- und Auftrittsmöglichkeiten) genügend Zeit hatten, neue Songs zu schreiben und einzuspielen. Und so hat uns das Jahr 2021 wie schon sein Vorgänger genreübergreifend eine unglaubliche Fülle an guten, sehr guten und herausragenden Alben und EPs beschert. Eigentlich viel zu viel geilen Stoff, um daraus "nur" eine TOP 20 zu erstellen. Aber so eine Hitliste muss ja auch noch beherrschbar bleiben.

Nachfolgend findet Ihr meine persönlichen zwanzig Lieblingsscheiben aus den zurückliegenden zwölf Monaten, diesmal mit einem kurzen Kommentar zu jedem Rundling, aber keine Sorge, danach ist noch nicht Schluss, denn dafür lagert hier in meinem Archiv einfach zu viel erwähnenswertes Material. Doch der Reihe nach. Her we go:

20. HIRAES - Solitary
Der Quasi-Nachfolger, der zu Grabe getragenen DAWN OF DISEASE präsentiert auf seinem Debüt eine furiose Mischung aus altbekannten (und geliebten) DOD Trademarks und neuen Facetten, veredelt von der exzellenten Stimme der neuen Frontfrau Britta Görtz.
 
19. ANCHORS & HEARTS – Guns Against Liberty
Die fünf Herren aus Bremervörde waren eine Neuentdeckung für mich, haben aber mit ihrer Mischung aus Post Hardcore, Melodic Hardcore, Metalcore, Screamo und einer guten Portion Pop Punk direkt einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

18. ORDEN OGAN – Final Days
Seb und seine Jungs haben seit ihrem Debüt im Jahr 2004 kein einziges schlechtes Album abgeliefert, im Gegenteil. und mit ihrer aktuellen Scheibe präsentieren ORDEN OGAN ihr bislang bestes Werk.
 
17. OMNIUM GATHERUM – Origin
Die eben an die deutschen Powermetaller verteilten Lorbeeren kann ich getrost auch an die finnischen Melanchomelodeather von OMNIUM GATHERUM überreichen. Und mit der perfekt ausbalancierten Mischung aus Melodie, Melancholie, Härte und Progressivität erreicht auch "Origin" eine neue Qualitätsstufe im Vergleich zum (alles andere als schlechten) Backkatalog der Finnen.
 
16. KHEMMIS - Deceiver
KHEMMIS, die jungen Wilden der Doom Metal Szene setzen ihren eingeschlagenen Weg unbeirrt fort und kreieren auf "Deceiver", ihrem vierten Album ein wahres Epic Doom Highlight, das speziell und einzigartig ist.
 
15. SILVER LAKE – Silver Lake
Esa Holopainen mal ohne AMORPHIS. Der Hauptsongwriter und Axtschwinger der finnischen Melodeath Götter veröffentlicht sein erstes Soloalbum, das komplett andere musikalische Wege geht als seine Hausband. Unterstützt von namhaften Gastsängern ist "Silver Lake" ein außergewöhnliches Rockalbum geworden.
 
14. AGAINST EVIL – End Of The Line
Die indischen Heavy Metal Shooting-Stars laufen mit ihrem zweiten Longplayer ihren (bislang) wesentlich bekannteren Landsleuten KRYPTOS ganz klar den Rang ab! Für alle traditionellen Metalfans ein klares Muss!
 
13. SETH - La Morsure du Christ
Die Franzosen haben mich direkt in die gute alte Zeit des melodischen Black Metal Ende der 90er teleportiert! Melodien und flirrende Gitarren zum Niederknien, exzellente Schwarzwurzel-Shouts und eine fette, zeitgemäße Produktion machen "La Morsure du Christ" zu einem wahren Kleinod unter den diesjährigen schwarzmetallischen Veröffentlichungen!
 
12. IRON MAIDEN - Senjutsu
Für die TOP 10 (oder wie bei "Book Of Souls" seinerzeit gemeinsam mit AMORPHIS sogar für Platz Eins) hat es diesmal nicht gereicht. Trotzdem gefällt mir das wieder mal ziemlich polarisierende "Senjutsu" so gut, dass sich das aktuelle Doppel-Album ohne Schwierigkeiten seinen Platz unter den besten zwanzig Full Length Releases des Jahres sichern konnte.
 
11. W.E.T. - Retransmission
Wow! Was Jeff Scott Soto und seine Mannen da bereits Anfang des Jahres auf den Markt geworfen haben, ist wirklich ganz, ganz großes AOR/Melodic Rock Kino! 11 Killers, NO Fillers, und damit für mich die beste Silberscheibe des Genres im Jahr 2021.
 
10. HYPOCRISY - Worship
Peter Tägtgren ist zurück und knallt der geneigten Hörerschaft einen wahren Melodeath Leckerbissen um die Ohren. Ganz in der Tradition von Ausnahmealben wie "The Fourth Dimension", "Abducted", oder "Into The Abyss" haben Songs wie "Chemical Whore", "We're The Living Dead", "Children Of The Gray" und "Bug In The Net" locker das Zeug zum Klassiker.
 
09. MOTORJESUS - Hellbreaker
Schweiß, Motoröl, und heiße Öfen. MOTORJESUS liefern mit ihrem aktuellen Output einen echten herrlich rotzigen, energiegeladenen Rock'n'Roll Kracher ab, der keine Wünsche offen lässt! 
 
08.  BEAST IN BLACK - (2021) Dark Connection
Yes! Yes! Yes! Einfach nur grandios ist die dritte Scheibe der schwarzen Biester geworden JA, es ist Kitsch und Keyboard Kleister in der zehnten Potenz! JA, es ist Achtziger Disco und Synthpop Sound durch und durch! Aber, und das ist unbestritten, jeder Track auf "Dark Connection" ist auch METAL! BEAST IN BLACK haben ihren Stil auf der aktuellen Scheibe perfektioniert und positionieren damit ganz klar vor ihren Konkurrenten BATTLE BEAST ab. Ich liebe den BIB Sound! Man muß diese Art von Mucke nicht mögen. Aber alle Hater und Verunglimpfer der nicht wegzunörgelnden Qualitäten in kompositorischer und spielerischer Hinsicht dürfen sich gern mit meinem freundlich gezückten Mittelfinger vergnügen. In diesem Sinne - AMEN! Der Schlagermetalpapst hat gesprochen! 
 
07.  HARAKIRI FOR THE SKY - "Mӕre"
Auch wenn die (mir erst nach meinem Review bekanntgewordenen) Problematik mit der geplanten Zusammenarbeit zwischen HARAIKIRI und Audrey Sylvain (Ex-PESTE NOIR) (der Track wurde aufgenommen aber im Nachhinein nach massiven Protesten von der Tracklist genommen) einen etwas faden Beigeschmack hinterlässt, die zehn verbliebenen Stücke auf "Mӕre" sind absolut State Of The Art in ihrem Genre. In der Hoffnung, dass die Band aus ihrer Unbedachtheit für die Zukunft gelernt hat, bleibt die Scheibe ein Highlight des Jahres für mich.
 
06. POWERWOLF – Call Of The Wild
Nach (aus heutiger Sicht) unbegreiflich Startschwierigkeiten hat sich "Call Of The Wild" dann doch relativ schnell in meinen Gehörgängen festgesetzt, und die Kraftwölfe präsentieren auf ihrem achten Longplayer genau DAS, was ich von den Saarländer hören will: melodischen, druckvollen Powermetal mit geilen Hooks, hintersinnigen Lyrics und Mitsing-Refrains, bei den der Text schon nach dem ersten Durchlauf sitzt! Mission erfüllt, meine Herren!
 
05. EMPYRIUM – Über den Sternen
Ich liebe EMPYRIUM seit "A Wintersunset", dem Debüt, das mittlerweile auch schon wieder 25 Jahre auf dem Buckel hat. Und mir gefällt die musikalische Entwicklung durch alle Perioden des musikalischen Schaffens der Band, seien es die darkmetallischen Anfänge oder die anschließende Hinwendung zum (Neo)Folk. "Über den Sternen" ist nunmehr die kongeniale Rückkehr zu den EMPYRIUM-Wurzeln und ein echter Meilenstein im dunklen Metal!
 
04. SWALLOW THE SUN - Moonflowers
Die finnischen Könige der Melancholie und Trauer haben mich mit "Moonflowers" ungemein gepackt, so intensiv ist die Erfahrung bei jedem neuen Durchlauf dieser grandiosen Scheibe. Eine musikalische zerbrechliche Phiole, gefüllt mit Tränen und Schmerz, Wut und Hoffnungslosigkeit. Und doch unendlich kostbar, denn öffnet man den Flakon, ergießt sich aus dem Innern pures, flüssiges, musikalisches Gold. Zum Weinen schön und grausam zugleich.
 
03. DALRIADA - Őszelő
Ungarischen Folk Metal der Extraklasse haben DALRIADA mit "Őszelő" geschaffen. Zehn Stücke, die mitreißen, packen und verzaubern. Die zum Tanzen gleichermaßen wie zum Nachdenken anregen. Und die ich 2021 so oft gehört habe, wie nur wenige andere Alben.
 
02. ESCAPE THE FATE – Chemical Warfare
Was macht ein richtiges Lieblingsalbum aus? Nun für mich, dass es direkt in die Gehörgänge und die Gehirnwindungen einnistet. Aber das ist nur die halbe Miete. Eine Lieblingsscheibe muß ihre Langzeitwirkung entfalten, die Tracks dürfen sich auch nach dem fünfzigsten Hören noch nicht abgenutzt haben. Und genauso geht es mir mit ESCAPE THE FATE. Ich liebe diese Band seit vielen Jahren. Aber erst "Chemical Warfare" hat es geschafft, mich gleichermaßen zu faszinieren, wie seinerzeit "Hate Me" (2015). Der aktuelle Longplayer war in diesem Jahr die Scheibe, die mich immer wieder aufgebaut hat, wenn es mir Scheiße ging oder ich (mal wieder) richtig fetten Stress hatte, sei es beruflicher oder privater Natur. Wenn mir Hitgranaten wie "Lightning Strike", "Invincible", "Unbreakable", der Titeltrack, "Not My Problem", "Burn The Bridges" oder "Hand Grenade" aus den Boxen (Regler auf 11!!!) entgegen schall(t)en, war die Welt wieder in Ordnung. Manch einem mag die Scheibe zu poppig und zu wenig Metal sein. Für mich ist sie ein Album, das noch für viele Jahre in meinen Playlists ganz oben rangieren wird und dem ich entgegen der ursprüngliche Rezension vor einem halben Jahr aus heutiger Sicht glatt mindestens einen halben Punkt mehr spendieren würde.
 
01. FIRIENHOLT – By The Waters Of Awakening
Ich liebe SUMMONG, seit die Österreicher 1995 (neben THEATRE OF TRAGEDY und DIMMU BORGIR) mit "Minas Morgul" (nach einer mehrjährigen Auszeit ab 1991) den Grundstein für meine Rückkehr in die Gefilde der metallischen Klänge legten. Diese Spielart des episch-melancholischen, bombastischen, erhabenen, mittelalterlich anmutenden, lyrisch im Universum von J.R.R. Tolkien beheimateten Black Metal nahm mich seinerzeit direkt gefangen und fasziniert mich bis heute. Im Lauf der Zeit haben viele Epigonen versucht, die Magie des Klangkosmos von Silenius und Protector einzufangen. Doch alle scheiterten mehr oder weniger bis auf CALADAN BROOD, die 2013 mit "Echoes Of Battle" ein wahres Meisterwerk des Genres veröffentlichten, mit dem sie mich bis heute in Verzückung setzen. Doch nach dem letzten SUMMONING Output aus dem Jahr 2018 herrschte eine langanhaltende Stille in den Hallen des epischen, atmosphärischen Black Metal. Bis, ja bis sich im Juni dieses Jahres eine bis dato völlig unbekannte Gruppe junger talentierter Briten anschickte, die heiligen Hallen wieder im Glanz der einstigen gleißenden Lichterpracht erstrahlen zu lassen. Und nicht nur das, ob nun bewusst oder unbewusst greifen FIRIENHOLT mit ihrem Debüt nach nicht weniger als der Genrekrone! "By The Waters Of Awakening" ist mit Verlaub das beste SUMMONING Album, das SUMMONG nie veröffentlicht haben! Das hat aber absolut NICHTS mit Kopie oder Klon zu tun. FIRIENHOLT schaffen es, aus den großartigen WERKE von SUMMONING und CALADAN BROOD das Beste zu extrahieren und diese Essenz mit ihrer eigenen Handschrift und neuen Facetten zu einem unbeschreiblichen Klangerlebnis zu vereinen. Jeder Titel in jedem Durchlauf verursacht aufs Neue eine Gänsehaut nach der anderen bei mir, und ich kann mich nicht satt hören, an den Tönen, dem Gesang, der Atmosphäre, die mich wieder und wieder gefangen nehmen und mich auf Winterflügel davon tragen, heraus aus der Zeit, in eine andere magische Welt. Und so gab es für mich eigentlich überhaupt keine Frage, wer in diesem Jahr auf dem Thron meiner persönlichen Album-Charts sitzen würde. In diesem Sinne verneige ich mich zutiefst vor FIRIENHOLT und bedanke mich an dieser Stelle nochmals für das Geschenk, das mir mit "By The Waters Of Awakening" gemacht worden ist.


Und was gab es sonst noch an erwähnenswerter Tonkunst in diesem Jahr? Nun, wie ich eingangs schon schrieb, eine ganze Menge! Machen wir doch einen kleinen Streifzug durch die wichtigsten Kategorien und Unterschubladen (zumindest die, in denen ich aufgrund der Frage des persönlichen Geschmacks unterwegs bin). Dazu gibt es unter jedem Genrekommentar eine Handvoll Scheiben, die man in diesem Bereich auf jeden Fall einmal gehört haben sollte. Let's Get Started:

 

Heavy Metal

2021 war ein gutes Jahr für den traditionellen und klassischen Metal. Neben den in meiner TOP 20 vertretenen Alben von IRON MAIDEN und AGAINST EVIL haben auch noch eine ganze Reihe von alteingesessenen, aufstrebenden, bekannten oder (noch) im Underground beheimateten Truppen großartige Werke hervorgebracht. Seien es CRYSTAK VIPER, die Polen auf die eigentlich seit Jahrzehnten konstant Verlass ist. Oder die rhineland-palantinatistischen HAMMER KING, die auch ihren vierten Output mit Augenzwinkern und mit Spaß inne Backen eingeklöppelt haben. Die Newcomer des Jahres sind definitiv THE NIGHT ETERNAL, die nach ihrer beachtenswerten ersten EP 2021 ein sensationelles Debüt hinlegten. Im Untergrund stehen hoffnungsvolle Combos wie TOWER, HERZEL, LUNAR SHADOW, NIGHTFYRE und WARRIOR PATH bereit, in die Fußstapfen der Genrealtvorderen zu treten. Und UNTO OTHERS (ex-IDLE HANDS) haben die Namensänderung gut verkraftet und präsentieren mit "Strength" ein Zweitwerk, das "Mana" in nichts nachsteht und wieder eine kongeniale Mischung aus klassischem Heavy Metal und mitreißendem Goth Rock geworden ist.

19 Heavy Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

ANCIENT EMPIRE - (2021) Priest Of Stygia
CLAYMOREAN - (2021) Eulogy For The Gods
CRYSTAL VIPER - (2021) The Cult
EMERALD RAGE - (2021) High King
HAMMER KING - (2021) Hammer King
HAUNT - (2021) Beautiful Distraction
HERZEL - Le Dernier Rempart
ICON OF SIN - (2021) Icon Of Sin
LUNAR SHADOW - (2021) Wish To Leave
NIGHTFYRE - (2021) Shattered Lands
STEELPREACHER - (2021) Back From Hell
STORMBREAKER - (2021) Strike The Match
THE NIGHT ETERNAL - (2021) Moonlit Cross
TOWER - (2021) Shock To The System
TRANCE - (2021) Metal Forces
UNTO OTHERS - (2021) Strength
WARRIOR PATH - (2021) The Mad King
WITCHBOUND - (2021) End Of Paradise
WIZRAD – (2021) Metal In My Head

 

Death Metal

Auch die Schublade des Todesbleis, sei es die alte Schule, der technische Death oder der Elchtod, hat mit der ihr innewohnenden Releases die Herzen der Fans wieder in höchste Verzückung versetzen können. Neben den Qualitätsgaranten ABORTED, CANNIBAL CORPSE, ASPHYX oder DISBELIEF konnten auch neuere Combos wie BAEST und ENDSEEKER mit ihren aktuellen Alben eine absolute Punktlandung hinlegen. Die alten Recken von MASSACRE kredenzten uns ein furioses Spätwerk. FROZEN SOUL waren eine echte Überraschung für mich, ebenso wie die Holländer SEPIROTH, die der Hörerschaft einen amtlichen Wutklumpen vor die Füße gekotzt haben!

18 Death Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

ABOMINABLE PUTRIDITY - (2021) Parasitic Metamorphosis Manifestation
ABORTED - (2021) ManiaCult
AEON - (2021) God Ends Here
ASPHYX - (2021) Necroceros
BAEST - (2021) Necro Sapiens
BURIAL IN THE SKY - (2021) The Consumed Self
CANNIBAL CORPSE - (2021) Violence Unimagined
CREEPING FEAR - (2021) Hategod Triumph
DEATH DECLINE - (2021) The Silent Path
DISBELIEF - (2012) Heal!
ENDSEEKER - (2021) Mount Carcass
FROZEN SOUL - (2021) Crypt Of Ice
GATECREEPER - (2021) An Unexpected Reality
GRAND CADAVER - (2021) Into The Maw Of Death
GRAVECARVER - (2021) Spectral Carnage
MASSACRE - (2021) Resurgence
SEPIROTH - (2021) Condemned To Suffer
WORM - (2021) Foreverglade

 

Melodic Death Metal

Eigentlich ist der Melodeath ja seinem Subgenrestatus längst entwachsen und strotzt nur so vor Vielfalt. Drei Vertreter der gelebten Melodie und Melancholie tummeln sich bereits in der TOP 20. Doch auch das ukrainische Quintett 1914 macht auf seinem vierten Album eine großartige Figur. Im Untergrund zocken die Amis von THE ABSENCE bereits seit fünf Langrillen Melodeath der besonderen Art. Wesentlich fröhlicher, symphonischer und mitfolkloristischem Anstrich geht es dagegen bei AEPHANEMER zu. INSOMNIUM und BEFORE DAWN beglücken uns 2021 zwar nur mit Kurzwerken, die aber qualitativ absolut State Of The Art sind. DUSKMOURN überzeugen einmal mehr durch eingängige Hooks, tolle Melodien und exzellente Growls, ein Gemisch, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Meine persönliche Neuentdeckung des vergangenen Jahres sind die sensationell female gefronteten Finnen EVIL DRIVE, die auf ihrem Zweitwerk richtig geilen Melodietod abliefern, sowie die dänischen Debütanten IOTUNN, die auch Todesblei-Papst Fränk "The Tänk" Albrecht überzeugen konnten. Und natürlich dürfen auch die Frickel-Perfektionisten von BE'LAKOR nicht unerwähnt bleiben, die erneut ein ganz großes Kunstwerk des Genres kreiert haben, das einmal mehr seines Gleichen sucht.

14 Melodic Death Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

1914 - (2021) Where Fear And Weapons Meet
ABLAZE MY SORROW - (2021) Among Ashes And Monoliths
ABSENCE - (2021) Coffinized
AEOLIAN - (2021) The Negationist
AEPHANEMER - (2021) A Dream Of Wilderness
AT THE GATES - (2021) The Nightmare Of Being
BEFORE THE DAWN - (2021) The Final Storm (CDS)
BE'LAKOR - (2021) Coherence
BLOODRED HOURGLASS - (2021) Your Highness
BURN DOWN EDEN - (2021) Burn Down Eden
DUSKMOURN - (2021) Fallen Kings And Rusted Crowns
EVIL DRIVE - (2021) Demons Within
INSOMNIUM - (2021) Argent Moon (EP)
IOTUNN - (2021) Access All Worlds

 

Power Metal

Die Renaissance sowohl des klassischen als auch des typisch europäischen (auf den spätneunziger Spuren von RHAPSODY, HAMMERFALL, KAMELOT, EDGUY oder GAMMA RAY wandelnden) Kraftmetalls scheint nach wie ungebrochen, was speziell den Hobbit Metal Hassern ein absoluter Dorn im Auge sein dürfte, der Verfasser dieser Zeilen dagegen die Freudentränen in die Augen treibt! POWERWOLF und BEAST IN BLACK wurden ja bereits weiter oben ausgiebig gewürdigt. Doch auch "Wall Of Skulls" der gestandenen teutonischen Recken von BRAINSTORM ist ein wahres Power Metal Feuerwerk geworden. Die österreichischen Lokalmatadore DRAGONY konnten mit ihrer vierten Silberscheibe ebenfalls einen klaren Heimsieg einfahren. Die schwedischen EVERGREY und ihre Landsleute MANIMAL beweisen konstante Qualität, während LABYRINTH mit ihrem neuesten Output zu alter Stärke zurückgefunden haben. Die Spaßbarden von NANOWAR OF STEEL sorgen dafür, dass auch beim Hören ihres fünften Streiches "Italian Folk Metal" kein Auge trocken bleibt. Und auch die Finnen TEMPLE BALLS verdienen für ihren vorzüglichen dritten Longplayer eine extra Erwähnung.

18 Power Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

ANIMAL HOUSE - (2021) Living In Black And White
BRAINSTORM - (2021) Wall Of Skulls
BURNING POINT - (2021) Arsonist Of The Soul
CROWNE - (2021) Kings In The North
DRAGONY - (2021) Viribus Unitis
EMBRACE OF SOULS - (2021) The Number Of Destiny
ETERNITY'S END - (2021) Embers Of War
EVERGREY - (2021) Escape Of The Phoenix
EVIL HUNTER - (2021) Lockdown
LABYRINTH - (2021) Welcome To The Absurd Circus
LORDS OF BLACK - (2021) Alchemy Of Souls Pt. 2
MANIMAL - (2021) Armageddon
MARIUS DANIELSEN'S LEGEND OF VALLEY DOOM - (2021) The Legend Of Valley Doom Pt. 3
NANOWAR OF STEEL - (2021) Italian Folk Metal
PERPETUAL ETUDE - (2021) Now Is The Time (Japanese Edition)
STRANGER VISION - (2021) Poetica
TEMPLE BALLS - (2021) Pyromide
THORIUM - (2021) Empires In The Sun

 

Stoner / Sludge / Psychedelic / Classic / Occult Rock / Metal 

An dieser Stelle tummelt sich eigentlich ein buntes Potpourri aus verschiedenen Schubladen, doch die alle auseinander zu klamüsern wäre dann doch etwas zu mühsam gewesen. Und irgendwie passen die einzelnen "Fächer" doch ganz gut in den gemeinsamen Schrank. Ober die Horror-Goth-Psych-Rocker BLOODY HAMMERS, die progressiv zu Werke gehenden Sludge-Stoner Metaller DVNE, Die psychedelischen Classic Rock Könige JESS AND THE ANCIENT ONES oder die Kifferkings mit der grünen Lunge, alle hier genannten Bands würden doch ein wahrlich grandioses Billing für ein gemeinsames Festival abgeben, oder? Und mit dem Soner Doomsters KAL-EL gab es auch in diesem Bereich wieder eine großartige Entdeckung für mich. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Psychedelics von MAGIC CASTLES.

15 Stoner / Sludge / Psychedelic / Classic / Occult Rock / Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

BLACK SPIDERS - (2021) Black Spiders
BLOODY HAMMERS - (2021) Songs Of Unspeakable Terror
DVNE - (2021) Etemen Ænka
ENTIERRO - (2021) El Camazotz (EP) - Juni 18
GALLILEOUS - (2021) Fosforos
GREEN LUNG - (2021) Black Harvest
HEAVY FEATHER - (2021) Mountain Of Sugar
JESS AND THE ANCIENT ONES - (2021) Vertigo
KAL-EL - (2021) Dark Majesty
MAGMA RISE - (2021) To Earth To Ashes To Dust
MAGIC CASTLES - (2021) Sun Reign
MASTODON - (2021) Hushed And Grim
MOJOTHUNDER - (2021) Hymns From The Electric Church
THE UGLY KINGS - (2021) Strange, Strange Times
WOLFMOTHER - (2021) Rock Out

 

Thrash / Speed Metal 

Der Dreschflegel wurde dieses Jahr (bei mir) eher etwas seltener herausgeholt. Nichtsdestotrotz gab es natürlich auch in dieser Schublade einige bemerkenswerte Alben. ARTILLERY und EXODUS kredenzten starke Spätwerke, FLOTSAM AND JETSAM sogar eine herausragende neu Scheibe. BONDED bewiesen, dass sie keine Eintagsfliege sind, ADDICT punkteten mit erstklassigem, mitreißendem Melodic Thrash. BLOODKILL gaben dem Auditorium mit ihrem aggressiv-brutalen, wütend-punkigen "Throne Of Control" richtig schön eins in die Fresse. Sozusagen kurz, aber schmerzhaft. Und auch ILLEGAL CORPSE rotzen uns 13 kurze, aber derbe Hassbolzen um die Ohren, die aber neben Bierseligkeit durchaus auch politische Themen und eine klare Position der Jungs zu verschiedenen Missständen beinhalten.

11 Thrash / Speed Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

ADDICT - (2021) Bang Or Die
ANGEL MARTYR - (2021) Nothing Louder Than Silence
ARTILLERY - (2021) X (Limited Edition)
BEWITCHER - (2021) Cursed Be Thy Kingdom
BLOODKILL - (2021) Throne Of Control
BONDED - (2021) Into Blackness (Expanded Edition)
ENFORCED - (2021) Kill Grid
EXODUS - (2021) Persona Non Grata (Vinyl)
FLOTSAM AND JETSAM - (2021) Blood In The Water
ILLEGAL CORPSE - (2021) Riding Another Toxic Wave
KILLING - (2021) Face The Madness

 

Black Metal

Die Schwarzwurzelheimer-Mucke ist einfach nicht totzukriegen. Beziehungsweise muß man ehrlicherweise konstatieren, dass Black Metal seit Jahren DAS Genre im Metal-Universum ist, das vor allen anderen Schubladen am prächtigsten gedeiht und wächst. Und so brachte auch das vergangene Jahr eine wahre Flut an großartigen und vielfältigen Veröffentlichungen hervor, die hier keinesfalls abschließend gewürdigt werden können. Aber die wichtigsten und besten Alben (aus Sicht des Verfassers) sollen natürlich an dieser Stelle schon niedergeschrieben werden. 
SETH und die unglaublichen Newcomer FIRIENHOLT (mit dem Album des Jahres!!!) haben es bereits in die TOP 20 geschafft. Daneben konnten die Finnen AETHYRICK mit einer atmosphärisch dichten, hochmelodischen dritten Veröffentlichung punkten. Bekannte Namen wie ANCIENT WISDOM, DARKWOODS MY BETROTHED, DER WEG EINER FREIHEIT, TRIBULATION oder WOLVES IN THE THRONE ROOM überzeugten mit konstanter Qualität oder gelungen Comebacks. DJEVEL, ELDERWIND, ELLENDE, FUATH, MIDNIGHT ODYSSEY, SPECTRAL WOUND und VREID präsentierten allesamt hervorragende Folgewerke zu ihren vergangenen Glanztaten. Ansonsten sprudelt der Quell der Kreativität vor allem im Untergrund (wenn nicht sogar auch einige der bereits genannten Bands dort beheimatet sind). So präsentierten die (mittlerweile leider aufgelösten) ETHEREAL SHROUD auf "Trisagion" vier überlange Stücke feinsten atmosphärischen Schwarzmetalls. GRIMA und GROZA sowie LE PROCHAIN HIVER beamen die Hörerschaft zurück in die glorreichen Neunziger, NETHERBIRD hingegen zeigen, wie gut zeitgenössischer Black Metal klingen kann, und STORMKEEP und YIOTH IRIA sind auf ihren Debüts einfach nur großartig. Gleiches gilt auch für den Zweitling von UNTAMED LAND.

32 Black Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

AETHYRICK - (2021) Apotheosis
AN AUTUMN FOR CRIPPLED CHILDREN - (2021) As The Morning Dawns We Close Our Eyes
ANCIENT MASTERY - (2021) Chapter One_ Across The Mountains Of The Drämmarskol
ANCIENT WISDOM - (2021) A Celebration In Honor Of Death
AORLHAC - (2021) Pierres Brûlées
BIZARREKULT - (2021) VI Overlevde
DARKWOODS MY BETROTHED - (2021) Angel Of Carnage Unleashed
DER WEG EINER FREIHEIT - (2021) Noktvrn
DJEVEL - (2021) Tanker Som Rir Natten
DODSFERD - (2021) Skotos (EP)
ELDERWIND - (2021) Fires
ELLENDE - (2021) Triebe
ETHEREAL SHROUD - Trisagion
FUATH - (2021) II
GORGON - (2021) Traditio Satanae
GRIMA - (2021) Rotten Garden
GROZA - (2021) The Redemptive End
IMPERIALIST - (2021) Zenith
LE PROCHAIN HIVER - (2021) Hiver '96
MIDNIGHT ODYSSEY - (2021) Biolume Part 2 - The Golden Orb
NETHERBIRD - (2021) Arete
SARKE - (2021) Allsighr
SPECTRAL WOUND - (2021) A Diabolic Thirst
STORMKEEP - (2021) Tales Of Othertime
THRON - (2021) Pilgrim
TRIBULATION - (2021) Where the Gloom Becomes Sound
UDÅNDE - (2021) Life Of A Purist
UNTAMED LAND - (2021) Like Creatures Seeking Their Own Forms
VALLENDUSK - (2021) Heralds Of Strife
VREID - (2021) Wild North West
WOLVES IN THE THRONE ROOM - (2021) Primordial Arcana
YOTH IRIA - (2021) As The Flame Withers

 

Post Hardcore / Metalcore / Hardcore / Nu / Modern / Alternative Metal

Auch 2021 gab es wieder More Core in allen möglichen Spielarten. Seien es die herausragenden TOP 20 Combos ANCHORS & HERTAS oder ESCAPE THE FATE oder weitere seit Jahren aktive, große Fische wie ASKING ALEXANDRIA, ATREYU, BULLET FOR MY VALENTINE, LIKE MOTHS TO THE FLAME und die Hardcoreler TERROR, die in diesem Jahr mit ihren Longplayern erneut oder nach einem Durchhänger wieder überzeugen konnten. Richtig durchstarten konnten mit ihrem dritten Silberling dagegen A SCENT LIKE WOLFES genauso wie ihre Landsleute A WAR WITHIN. Die Schweizer DREAMSHADE begeistern mich seit ihrem Auftritt beim SUMMER BREEZE 2013, und auch ihr mittlerweile viertes Album ist ein absoluter Treffer in Sachen Mix aus Melodic Metal und Metalcore geworden. Weitere große Namen wie AS I LAY DYING, BRING ME THE HORIZON, THE DEVIL WEARS PRADA und WE CAME AS ROMANS gaben immerhin mit EPs oder Singles allesamt ein beachtenswertes Lebenszeichen von sich, was die Hoffnung auf neue Full Lenght Veröffentlichungen im Jahr 2022 nährt. DED zeigen, wie gut Nu Metal in den 2020er Jahren klingen kann, und DEMOTIONAL sind nicht nur hart, sondern auch sehr emotional.  Last but not least soll an dieser Stelle noch die Hardcore Formation FUCKED UP erwähnt werden, die 2021 mit "Year Of The Horse - Act One – Four", einem vier Silberscheiben umfassenden Werk auf sich aufmerksam machte. Fans des Genres sollten diese besondere VÖ auf jeden Fall einmal antesten.

18 Core / Nu / Alternative / Modern Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

A SCENT LIKE WOLVES - (2021) Mystic Auras
A WAR WITHIN - (2021) Panic Euphoria
ARCAEON - (2021) Cascadence
ASKING ALEXANDRIA - (2021) See What’s On The Inside
ATREYU - (2021) Baptize
BORN OF OSIRIS - (2021) Angel Or Alien
BULLET FOR MY VALENTINE - (2021) Bullet For My Valentine
DAZE OF JUNE - (2021) Tainted Blood
DED - (2021) School Of Thought
DEMOTIONAL - (2021) Scandinavian Aftermath
DREAMSHADE - (2021) A Pale Blue Dot 
EYES WIDE OPEN - (2021) Through Life And Death
FUCKED UP - (2021) Year Of The Horse - Act One - Four
HAWTHORNE HEIGHTS - (2021) The Rain Just Follows Me
LIKE MOTHS TO FLAMES - (2021) Pure Like Porcelain (EP)
OUR HOLLOW, OUR HOME - (2021) Burn In The Flood
TERROR - (2021) Trapped In A World 
SOLENCE - (2021) Deafening
AS I LAY DYING, BRING ME THE HORIZON, THE DEVIL WEARS PRADA, WE CAME AS ROMAS (Singles/EPs)


Doom Meta

Im Grasnarben-Genre zahlte 2021 vor allem Qualität statt Quantität. KHEMMIS und SWALLOW THE SUN platzierten sich verdientermaßen in der TOP 20. Drei weitere Doom Highlights findet Ihr hier:

3 Doom Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

A PALE HORSE NAMED DEATH - (2021) Infernum In Terra
APOSTLE OF SOLITUDE - (2021) Until The Darkness Goes
BOTTOMLESS - (2021) Bottomless

 

Glam / Sleaze

Gleiches wie im Doom gilt auch für den Hairspray Metal / Rock. Nicht die Masse macht es hier, sondern die Klasse. CRAZY LIXX, MIDNITE CITY, die Austria-Heroes SERGEANT STEEL und natürlich meine persönlichen Lieblinge, die königlichen Bettler aus L.A. … äh Schweden, lieferten allesamt extrem Spaß bereitende neue Werke ab. 

4 Glam / Sleaze Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

CRAZY LIXX - (2021) Street Lethal
MIDNITE CITY - (2021) Itch You Can't Scratch
SERGEANT STEEL - (2021) Truck Tales
THE ROYAL BEGGARS - Jokers & Chainsmokers


Hard- / Melodic Rock / AOR

Yes – It's Zuckerguss-Time! Stadionrock für alle gab es auch im vergangenen Jahr zuhauf. Ob nun das für mich beste Album im Jahr 2021 von W.E.T. oder der High Energy Rocker von MOTORJESUS. Oder die neuen Releases von Genregrößen wie ECLIPSE, ESCAPE, NIGHT RANGER und der Lila Laune Bären THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA, der discokugelrockenden Spielwiese von SOILWORK Frontmann Björn Strid. Alles wirklich geile Scheiben für Rockfans, die auf treibende Rhythmen, eingängige Hooks, große Melodien, schmissige Chorüsse und natürlich auch auf schmalzige Herzschmerz-Balladen stehen! Dazu kommen die Rockabilly Veteranen VOLBEAT, die mit ihrer jüngsten Scheibe wieder voll und ganz überzeugen konnten. BLIND GOLEM dagegen präsentieren absolut oldschooligen Hardrock der Marke URIAH HEEP. GRETA VAN FLEET stellen erneut ihren Ausnahmestatus unter Beweis und haben sich längst von ihrer LED ZEPPELIN Umklammerung befreien können. MAVERICK rocken sich mit massiver Power Metal Schlagseite durch ihr neues Album, und NITRATE präsentieren auf "Renegade" Hits am laufenden Band. Es gibt in dieser musikalischen Ecke also jede Menge zu entdecken, Kitsch hin, Zuckerguss her.

18 Hard- / Melodic Rock / AOR Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

BLACK VEIL BRIDES - (2021) The Phantom Tomorrow
BLIND GOLEM - (2021) A Dream Of Fantasy
CASKETS - (2021) Lost Souls
CRIMSON FIRE - (2021) Another Dimension
CRUZH - (2021) Tropical Thunder
ECLIPSE - (2021) Wired
ESCAPE - (2021) Fire In The Sky
FANS OF THE DARK - (2021) Fans Of The Dark
GRETA VAN FLEET - (2021) The Battle At Garden's Gate
HEART LINE - (2021) Back In The Game
MAVERICK - (2021) Ethereality
NIGHT RANGER - (2021) ATBPO
NITRATE - (2021) Renegade
OUT OF THIS WORLD - (2021) Out Of This World
SEVENTH CRYSTAL - (2021) Delirium
THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA - (2021) Aeromantic II
VEGA - (2021) Anarchy And Unity
VOLBEAT - (2021) Servant Of The Mind 

 

Symphonic / Gothic Metal

Das was heute gemeinhin unter diesem Label firmiert, ist eigentlich nicht so meins. Aber die ein oder andere Scheibe schaffte es dann doch, meine Aufmerksamkeit zu erregen. Speziell die Newcomer AUTUMN BRIDE, die ohne großes Operngeträller eine amtliche Gothmetal Langrille geschaffen haben. Oder HANGING GARDEN, die mit Ihrer Mischung aus Death Doom und Post Metal zu begeistern wussten. Und tatsächlich kann ich auch dem neuesten LORD OF THE LOST Doppel-Output richtig was abgewinnen. Und nicht zuletzt die Italiener TEMPERANCE, die mit "Diamanti" ein wirklich furioses und mitreißendes Album zustande gebracht haben.

7 Symphonic / Gothic Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

ANETTE OLZON - (2021) Strong
AUTUMN BRIDE - (2021) Undying
EPICA - (2021) Omega 
HANGING GARDEN - (2021) Skeleton Lake
ISSA - (2021) Queen Of Broken Hearts
LORD OF THE LOST - (2021) Judas
TEMPERANCE - (2021) Diamanti

 

Post Metal / Rock

Auch das Genre der über die Genrekonventionen hinausgehenden Musik gab wieder richtig gute Releases. Von den Blackgaze Heroes DEAFHEAVEN, den Instrumental-Perfektionisten LONG DISTANCE CALLING und den Folk-Doom-Postrock Veteranen KAUAN war bei ihren jüngsten Veröffentlichungen auch nicht weniger zu erwarten. Frisch verliebt habe ich mich hingegen in MAYBESHEWILL und NORDSIND. Beide Bands lassen den Hörer in traumhafte Sphären abdriften und umarmen in mit musikalischer Inbrunst.

9 Post Metal / Rock Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

BARREN LANDS - (2021) The Singularity
DEAFHEAVEN - (2021) Infinite Granite
KAUAN - (2021) Ice Fleet
LONG DISTANCE CALLING - (2021) Ghost
MAYBESHEWILL - (2021) No Feeling Is Final
MØL - (2021) Diorama
NORDSIND - (2021) Lys
UNREQVITED - (2021) Beautiful Ghosts
YEAR OF NO LIGHT - (2021) Consolamentum

 

Viking / Pagan Metal

Die Wikinger haben es 2021 etwas ruhiger angehen lassen. Immerhin zogen Genregrößen wie THYRFING und HELHEIM ein weiteres Mal erfolgreich in die metallische Schlacht. Und EINHERJER bereiteten mir mit "North Star" große Freude. BORHOLM schlußendlich paaren auf ihrer aktuellen Scheibe Black Metal, Wikinger Pathos und großartige Melodien.

4 Viking / Pagan Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

BORNHOLM - (2021) Apotheosis
EINHERJER - (2021) North Star
HELHEIM - (2021) Woduridar
THYRFING - (2021) Vanagandr

 

Blackened/Deathened Thrash

Black Thrash, Death Thrash, Black Death oder von mir aus auch Thrashened Death Black. Hier ist man richtig schön räudig unterwegs, und wenn Altvordere DESASTER eine erneut großartige Garstigkeit auf das Publikum loslassen, sich BUNKER 66 selbst übertreffen und GOATH sich wieder ein Stück weiterentwickelt haben, dann ist es eine wahre Freude, den harschen Klängen dieser wilden Stilmixturen zu lauschen. Das betrifft auf jeden Fall auch die Neulinge KNIFE und die wirklich vorzüglichen und absolut empfehlenswerten NECROMANTHEON.

7 Blackened / Deathened Thrash (oder wie herum auch immer) Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

BUNKER 66 - (2021) Beyond The Help Of Prayers
DEMISER - (2021) Through The Gate Eternal
DESASTER - (2021) Churches Without Saints
GOATH -(2021) III_ Shaped By The Unlight
KNIFE - (2021) Knife
NECROMANTHEON - (2021) The Visions Of Trismegistos
NUNSLAUGHTER - (2021) Red Is The Color Of Ripping Death

Prog Metal

Progressive Metal ist definitiv nicht mein Beuteschema, aber an der großartigen Scheiben, allen voran von SOEN aber auch von ELDRITCH und MECHINA komme auch ich nicht vorbei. Für alle, die ein wenig open minded sind, findet sich hier dreimal absoluter Hörgenuss!

3 Prog Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

ELDRITCH - (2021) Eos
MECHINA - (2021) Siege
SOEN - (2021) IMPERIAL

 

Non Metal

Keine harte Stromgitarrenmusik, aber dennoch Stormbringer relevant und affin. Jenseits von Rock und Metal erschein jedes Jahr neue großartige musikalische Perlen, die auf keinen Fall unerwähnt bleiben dürfen. So wie AN TUAGH und die sibirische Formation NYTT LAND, die sich mit ihren naturmystischen Klangwerken ein keiner Weise hinter Genre-Platzhirschen wie WARDRUNA oder HEILUNG verstecken müssen. Und auch der zweite Dark Country Output des Projektes ME AND THAT MAN von BEHEMOTH Chef Nergal weiß zu überzeugen. Unbedingt hinweisen möchte noch ich auf das klassische Streicher-Trio MUSK OX, das mich in diesem Jahr mit "Inheritance" direkt gefangen nahm und seither nicht wieder losgelassen hat. Und natürlich auf das großartige neue Doppelalbum der Dark Wave / Avantgarde Institution DEINE LAKAIEN.

7 Non Metal Scheiben aus dem Jahr 2021, die man kennen sollte:

AN TUAGH - (2021) Bard And Skald
AURI - (2021) II - Those We Don't Speak Of
DEINE LAKAIEN - (2021) Dual
ME AND THAT MAN - (2021) New Man, New Songs, Same Shit Vol. 2
MUSK OX - (2021) Inheritance
NYTT LAND - (2021) Ritual
THURNIN - (2021) Menhir

 

So. Das wars. Damit hätten wir 210 weitere bemerkens- und beachtenswerte Alben aus dem vergangenen Jahr, die ich der Stormbringer Leserschaft wärmstens an Herz legen kann und möchte. Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken.

In diesem Sinne kurz und bündig – ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, der Crüe und natürlich dem Chefe einen guten Rutsch! Kommt gut rein ins neue Jahr, bleibt uns treu, und möge uns auch 2022 wieder tonnenweise vorzügliche Musik bescheren (hoffentlich endlich auch wieder LIVE!!!)

Cheers, Euer lustiger Ernst


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: Lesercharts: Die meistgelesenen Artikel des Jahres 2021
Seite 3: Jahresrückblick von Angelika Oberhofer
Seite 4: Jahresrückblick von bender
Seite 5: Jahresrückblick von Brigitte Simon
Seite 6: Jahresrückblick von Daniel Hadrovic
Seite 7: Jahresrückblick von Ernst Lustig
Seite 8: Jahresrückblick von Hans Unteregger
Seite 9: Jahresrückblick von Jazz Styx
Seite 10: Jahresrückblick von Julian Dürnberger
Seite 11: Jahresrückblick von Lord Seriousface
Seite 12: Jahresrückblick von Martin Weckwerth
Seite 13: Jahresrückblick von Sandy
Seite 14: Jahresrückblick von Sonata
Seite 15: Jahresrückblick von Tobias
Seite 16: Jahresrückblick von Werner Nowak


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