Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 43

Veröffentlicht am 13.01.2020


DOOMED TO FAIL (Melodic Death Metal, Steiermark)
 

Fury (Album, 17.01.2020)

  • 1. Betrayer
  • 2. Rise
  • 3. Servants Of The Grey
  • 4. Once More Into The Fray
  • 5. Incitement Of Extermination
  • 6. Voices Of The Unheard
     

Zum Auftakt dieser Ausgabe gehen wir in die Steiermark, wo DOOMED TO FAIL dem breitwandigen Melodic Death Metal mit epischer Schlagseite frönen. 2015 ursprünglich als Side-Project gegründet, entwickelten sich DOOMED TO FAIL im Laufe der Zeit zu einer vollwertigen Band, die nach einem EP-Release 2016 nun mit ihrem Debütalbum „Fury“ um die Ecke kommen, das mit einer guten halben Stunde Spielzeit zu Buche schlägt.

Mit „Betrayer“ startet das Album gleich mit AMON-AMARTH-Gedächtnisriff, das zwar ordentlich Stoff gibt, aber durch die recht flache Produktion viel an Schubkraft einbüßt. Die fast ein wenig in Richtung Blues gehende Bridge ist zwar cool, agiert aber leider zu eigenständig im Song. „Rise“ geht dann etwas kerniger und deathiger zu Werke, rumpelt unterm Strich durchaus gefällig, jedoch recht unspektakulär vor sich hin. „Servants Of The Grey“ groovt gut und hat eine leicht schwarzwurzelige Note in den Gitarren, aber bekommt durch arg dominanten Bass eine etwas blecherne Note und wirkt, als würde hier eine Audiospur fehlen, die dem Ganzen den epischen Touch geben könnte, auf den der Titel eigentlich hinarbeitet. Triolische Rhythmen beherrschen „Once More Into The Fray“, während „Incitement Of Extermination“ wieder einen auf nordische Schlachtschiffromantik macht und trotz schwachbrüstigem Sound erstmals für gespitzte Ohren sorgt und sich nur in der Schlusssequenz ein wenig zieht. Auch „Voices Of The Unheard“ hat die AMON AMARTH-Romantik ziemlich gut drauf und animiert zum Mitnicken, welches aber leider erneut durch die etwas zuviel Tempo herausnehmende Bridge aus ferneren, beruhigten Rock-Gefilden unterbrochen wird.

Musikalisch kann man DOOMED TO FAIL keine Vorwürfe machen, die Produktion lassen wir (zumal sehr wahrscheinlich in Eigenregie zusammengezimmert, deshalb kein Bewertungskriterium) einfach mal außen vor. Woran es „Fury“ noch mangelt, ist sowohl ein gewisser Wiedererkennungswert, als auch eine gefälligere Einbindung der durchaus spannenden, artfremden Elemente, die derweil noch wie Fremdkörper in den Titeln wirken, die dadurch um eine gewisse Stringenz ringen. Für ein Debüt ist das allerdings ordentlicher Stoff, wenn auch noch deutlich Luft nach oben zu verorten ist. Auf einem guten Weg sind die Grazer aber!
2,5 / 5 - (Anthalerero)
 

DOOMED TO FAIL findet ihr bei Facebook – das erste Musikvideo der Gruppe gibt es gleich an Ort und Stelle zum Probehören:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: DOOMED TO FAIL (Melodic Death Metal, Steiermark
Seite 3: RAZE YOUR GODS (Groove Metal/Metalcore, Oberösterreich)
Seite 4: JOURNEY TO IO (Hard Rock, Tirol)
Seite 5: GODDESS LIMAX BLACK (Doom/Experimental, Oberösterreich)
Seite 6: RYTE (Heavy/Psychedelic Rock, Wien)


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