Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 41

Veröffentlicht am 21.11.2019


FRUST (Experimental/Post Metal, Oberösterreich)


Recurring Dreams

  • 1. To The Bone (Intro)
  • 2. Recurring Dreams
  • 3. Sfrawd Dica
  • 4. Earth (2019 Version)
  • 5. Hoffnung
  • 6. Vita Somnium Breve (Album Version)
  • 7. Call Of Madness
  • 8. Frei Im Traum
  • 9. Till Dawn Redeems Me
  • 10. Verfall
     

Als Nächstes entführen wir euch in spannende post-metallische Klangwelten, die euch von FRUST kredenzt werden. Hinter dem interessanten Namen verbirgt sich das Soloprojekt von Mario Steiner aus Kremsmünster, das mit einer spannenden Mischung aus verschiedensten Einflüssen die Genregrenzen sprengt und teils sogar auf experimentiellen Pfaden wandelt. Nach dem ersten Lebenszeichen in Form einer EP namens „Elements“ im Vorjahr ist das im Frühling erschienene „Recurring Dreams“ nun das erste Full-Lenght-Album von FRUST.

Bereits das Intro wandert auf einigermaßen verstörenden Soundpfaden, ehe der Titeltrack „Recurring Dreams“ gleich mit Schwere und Melancholie um die Ecke kommt und von atmosphärischen, partiell gar doomenden Gefilden bis zu knarzigen schwarzmetallischen Klängen eine beeindruckende Bandbreite offenbart. Die Wurzeln von FRUST scheinen zwar tief im atmosphärischen Black Metal zu liegen, wie beispielweise „Frei im Traum“ für sich reklamiert, doch neben exzellent gesetzten rumpelnden Passagen sind es vor allem die enorm vielfältigen, Genregrenzen sprengenden Einflüsse, die das Gesamtwerk so vielschichtig machen. Von an slawische Folklore gemahnenden Klängen wie in „Sfrawd Dica“ über träumerische Frauengesänge, die wie den elbischen Chorälen Mittelerdes entlehnt wirken („Earth“), bis hin zum garstigen Gekeife in „Hoffnung“ spannt sich der Bogen der Möglichkeiten, der „Recurring Dreams“ eine beeindruckende Tiefe beschert. Egal ob kurz und auf den Punkt („Call Of Madness“) oder ausufernd und mit raumgreifendem Spannungsbogen wie dem siebenminütigen Abschluss „Verfall“, haben die Kompositionen von FRUST trotz ihrer Komplexität Hand und Fuß.

Einzig an der teilweise etwas dumpfen (Eigen-)Produktion könnte der angehende Musiknerd etwas zum Herumnörgeln haben, vorausgesetzt er findet denn auch tatsächlich Zugang zu den spannend arrangierten Klangwelten von FRUST. Denn die kompositorische Schwere des durch die Genres mäandernden Albums macht es dem Hörer wirklich nicht leicht – auf „Recurring Dreams“ muss man sich einlassen können und sich den Wellen der Musik einfach hingeben, dann ist das Album alles andere als frustrierend...
3,5 / 5 – Anthalerero
 

FRUST findet ihr bei Bandcamp und Facebook (Wortspiel nicht beabsichtigt) und auch ein Hörbeispiel haben wir für euch parat:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: PARENTAL ADVISORY (Brutal Death Metal, Wien)
Seite 3: BEFORE US ALL (Modern Metal, Oberösterreich)
Seite 4: FRUST (Experimental/Post Metal, Oberösterreich)
Seite 5: ALASTOR (Black Metal, Oberösterreich)
Seite 6: GREY SKIES AHEAD (Instrumental/Post Metal, Wien)


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