Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 41

Veröffentlicht am 21.11.2019


 

PARENTAL ADVISORY (Brutal Death Metal, Wien)
 

Aetas Anthropophagorum

  • 1. Femur Masturbation
  • 2. 78,9%
  • 3. Cannibal Family
  • 4. Heretic
  • 5. Claws And Teeth
  • 6. Conquered By The Undead
  • 7. Reanimator
  • 8. Age Of Cannibals


Zum Einstieg machen wir gleich einmal keine Gefangenen und tauchen ab in die brutal-todesmetallische Welt von PARENTAL ADVISORY, die bereits seit zwei Dekaden in der heimischen Szene gekonnt die Schädel abmontieren. Mit bemerkenswert stabilem Lineup trümmern sich die vier Wiener auf „Aetas Anthropophagorum“ (sagt das dreimal schnell hintereinander!) mit Wonne durch ihren zwischenzeitlich vierten Longplayer.

What you see is not what you get – die auf dem Promofoto durchaus harmlos aussehenden Herren shreddern und grunzen sich mit bis zum Anschlag durchgetretenem Gaspedal durch acht ungestüme Schlachtplatten, die dem Hörer keine Pause erlauben. Die ganze Chose brettert dabei ordentlich produziert und mit tödlichem Schub aus den Boxen, dass einem ein Song wie „78,9%“ mit seiner sicken Basslinie kurzerhand den Schädel aufknackt und die freigelegten Gehirnwindungen einmal ordentlich durchrührt. Tiefgeschoss-Gitarrenwände, abartige Blastbeat-Eruptionen und infernalisches Gebrüll heißen den Hörer in der „Cannibal Family“ willkommen – nachdem man die einleitende Zombieapokalypse der Abrissbirne „Claws And Teeth“ hoffentlich überlebt hat. Wer von den Zombies noch nicht gefressen wurde, dem bügelt das brutale Getrümmer garantiert die Gehirnwindungen glatt. „Conquered By The Undead“ spielt mit Rhythmen und einer schrägen, aber höchst schmackhaften Mischung an Riffs, während „Reanimator“ mit seiner kompromisslosen Art wahrlich Tote erwecken kann. In „Age Of Cannibals“ dehnt man die Zerstörungsorgie auf unterhaltsame sechs Minuten aus, in denen dem windelweich geprügelten Zuhörer noch einmal die komplette Bandbreite von PARENTAL ADVISORY um die Ohren geblasen wird.

Für das, was die Wiener Rabauken auf „Aetas Anthropophagorum“ an brutaler Energie auf etwas mehr als eine halbe Stunde Spielzeit destillieren, bräuchten sie eigentlich einen Waffenschein. Spannendes Hochgeschwindigkeitsgetrümmer der brutalsten Sorte, zu dem man sich schon beim ersten Hördurchlauf die Nackenwirbel gehörig durcheinanderbringen kann. Lasst euren Nachwuchs bitte nicht mit dieser Scheibe alleine...
4 / 5 - Anthalerero
 

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Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: PARENTAL ADVISORY (Brutal Death Metal, Wien)
Seite 3: BEFORE US ALL (Modern Metal, Oberösterreich)
Seite 4: FRUST (Experimental/Post Metal, Oberösterreich)
Seite 5: ALASTOR (Black Metal, Oberösterreich)
Seite 6: GREY SKIES AHEAD (Instrumental/Post Metal, Wien)


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