Flusensieb Mini #64 – 3 übersehene Übersee-Metal-Platten

Veröffentlicht am 11.09.2019

Das Flusensieb Mini kann natürlich nicht jede übersehene Platte auffangen, aber doch immerhin einige. Diesmal schauen wir über den großen Teich nach Nordamerika. Dort erwartet uns ein typischer „Weirdest boner“-Traum in einer total versifften, heruntergekommenen Kanalisation voll authentischem Death. Außerdem gibt es dort einen kanadischen Scream-King mit Falsett-Punches und erstklassigen Drumlines. Abschließend wartet nie dagewesene Tiefenentspannung auf uns: Stoner trifft Doom! Viel Spaß!

 


 

CEREBRAL ROT – Odious Descent Into Decay

Ihr habt euch schon immer in einem typischen „Weirdest boner“-Traum par excellence nach dem passenden Soundtrack zur nächtlichen Wanderung durch eine total versiffte, heruntergekommene Kanalisation gesehnt? Say no more, denn dann sind CEREBRAL ROT mit „Odious Descent Into Decay“ genau euer Ding – das Artwork verrät es ja bereits. Ekliger, finsterer und rumpelnder kann man authentischen Death Metal kaum noch darbieten. Ein schleimig-abscheulicher Underground-Spaß für die gesamte untote Familie. 20-Buck-Spin-Gütesiegel all inclusive. (P.S.)

 


 

RIOT CITY – Burn The Night

Kanadischer Heavy Metal, gekrönt von einem Scream-King. Das Album „Burn The Night“ klingt wie aus der Zeit gerissen. „Warrior Of Time“ ist ein mitreissender Opener mit starken Riffs und den hochfrequenten Parts von Cale Savy (ex-APOCALYPTICA). Auch eine Ballade („In The Dark“) darf natürlich nicht fehlen. Sie umweht anfangs atmosphärisch und sanft die Ohren der Zuhörer. Danach haut auch dieses Liedchen kräftig in die Metalriffs. Mit einem Augenzwinkern („Halloween At Midnight“) schließt das Album. Erkennungswert erhalten RIOT CITY durch die gerne etwas überdramatischen Lead Vocals. Retro und doch eigen – nicht nur durch die Falsett-Punches, sondern auch durch erstklassige Drumlines. (SV)

 


 

HAZE MAGE – Chronicles

Stoner Metal, allein das Artwork lässt schon schmunzeln. Das Debüt huldigt den Göttern BLACK SABBATH und den Anfängen von IRON MAIDEN. Hierzulande noch recht unbekannt, kommen die dunklen Schwert-und-Verdammungs-Wolken dahergechillt. Eröffnet wird mit einem anbetungswürdigen „HAZE MAGE“ und gedriftet zur „Bong Witch“, die hoffentlich genauso tiefenentspannt ist, wie es klingt. Matthew Casellas Bariton umfängt und nimmt mit auf die Reise durch leicht psychedelische Wanderwege bis hin zum „Corpse Golem“, den er triumphal beschwört. Der „Fire Mage“ zündelt gerne und schwingt sicher nach Feierabend mit dem „Priest of Azathoth“ ein kleines Pfeifchen. So entspannt war ich nach noch keiner Review. (SV)

 


 

Mehr Flusensieb!


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