Flusensieb Mini #58 – 3 übersehene Death-Metal-Platten

Veröffentlicht am 10.07.2019

Das Flusensieb Mini des Todes fängt wie jedes andere Flusensieb Mini Platten auf, die bei Stormbringer bislang keine Beachtung gefunden haben, aber es konzentriert sich dabei auf das liebevolle Genre des Death Metal. Aber wir fangen langsam an, indem wir zunächst Doom-Lautmalerei mit beimengen. Dann wird es aber heftig brutal und zugleich präzise technisch, bevor die neue alte Schule der Staaten bemüht wird. Viel Spaß!

 


 

HAMFERÐ – Ódn

Mit der zwei Songs umfassenden EP „Ódn“ (Sturm) setzen die Färinger von HAMFERÐ auf Klasse. Titelgebend ist der erste Song der Band, welcher im vermutlich ziemlich windigen Herbst 2008 uraufgeführt und nie zuvor veröffentlicht wurde. Dank der schon seit Anbeginn überzeugenden lautmalerischen Kreativität der Band bricht dieser sich nun mit majestätischer Live-Urgewalt an den heimischen Lautsprechern. Perfekt ergänzt wird das Ganze durch das hypnotische „Deyðir varðar“: im unfassbar berührenden Video begleiten HAMFERD mit diesen Klängen eine Sonnenfinsternis und vermitteln den Eindruck, dass Musik vielleicht sogar größere Gegenstände als Berge versetzen kann. (DH)

 


 

APPLAUD THE IMPALER – Ov Apocalypse Incarnate

Schließe die Augen, atme ruhig und tief und träume dich in eine zarte Welt der Schönheit. Sanft liebkost der watteweiche Wind dein Gesicht und trägt harmonischen Blütendüfte in deine Lungen. Handzahm und grazil grüßt dich ein weißer Hirsch. Sein Fell schimmert magisch-silbern in den Sonnenstrahlen, die durch das leise Rascheln der sattgrün leuchtenden Bäume dringt. Das Debüt-Album „Ov Apocalypse Incarnate“ der US-amerkianischen APPLAUD THE IMPALER ist das genaue Gegenteil davon: Brutal Technical Death Metal bis Deathcore von einer unsagbar vernichtenden Gewalt bei gleichzeitiger spielerischer Präzision. Eine wahre Freude für den Freund der extremeren Extreme! (jazz)

 


 

FETID – Steeping Corporeal Mess

Auch wenn bereits hämische Kommentare bzgl. des in Amerika boomenden Old School Death Metals bzw. den Labels 20 Buck Spin und Profound Lore aufkamen, weil sie viele junge Demo-Bands gesigned haben und nun mit einer Veröffentlichungsflut über die Szene hereinbrechen, lässt sich weiterhin kein Fehlverhalten in diesem Vorgehen erkennen. Nach den sehr überzeugenden OSSUARIUM, waren FETID erst kürzlich mit „Steeping Corporeal Mess“ an der Reihe, mittels zähflüssiger und audiotechnisch hervorragend verarbeiteter Death-Ursuppe ein Nischen-Highlight zu hinterlassen – mit großem Erfolg. Prädikat: Sewer Death Metal vom feinsten. Und TOMB MOLD, CEREBRAL ROT und WITCH VOMIT erscheinen erst noch. (P.S.)

 


 

Mehr Flusensieb!


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