Flusensieb Mini #46 – 3 übersehene Melodic-Platten

Veröffentlicht am 17.04.2019

„Spiel mir eine Melodey!“, befahl der König einst und bis heute folgt die Musikerschar seinem Wunsch! Auch in letzter Zeit gab es melodische Alben, die leider übersehen wurden. Um ihnen noch eine Chance auf Aufmerksamkeit zu gewähren, gibt es das Flusensieb Mini. Melodisch, aber auch tödlich beginnt es gimmickreich bei den Amerikanern, bevor es für eine melodische Power-Metal-Richtung nach Italien geht. Abschließend führt uns die melodisch-metallische Weltreise nach Finnland – zurück zum Melodic Death Metal. Viel Spaß!

 


 

FALL – The Dreamer Of Tragedy

Als ich vor wenigen Tagen die Promo für „The Dreamer Of Tragedy“ von FALL aus den USA bestellte, erwartete ich eigentlich, etwas zu hören zu bekommen, das an den neuen Sound von IN FLAMES angelehnt ist, mit einigen Gimmicks dort und da. Dass ich zusätzlich dazu noch die Offenbarung erleben dürfte, dass man Genregrenzen soweit dehnen kann, um sowohl nach IN FLAMES, 30 SECONDS TO MARS und ARCHITECTS zu klingen, damit konnte ich nicht rechnen. Was man hier zu bieten bekommt ist wirklich einzigartig und auch wenn die Platte nicht völlig makellos ist, so ist sie doch ein echtes Erlebnis, das Seinesgleichen sucht. (DC)

 


 

FLASHBACK OF ANGER – Shades

FLASHBACK OF ANGER veröffentlichen mit neuer Besetzung ihr drittes Album. Die florentinische Melodic-Power/Prog-Band tendiert sehr in Richtung SONATA ARCTICA und KAMELOT. Abwechslungsreich geht es vom temporeichen „Numbers“ übers zurückhaltend aggressive „Ripped of“ bis zum träumerischen „Lonely Road“. Die Gesangsstimme von Alessio Gori geleitet den Zuhörer durch alle Stimmungslagen und kommt auch mit den steigenden Tonebenen gut zurecht. Im Ganzen lässt das Album keinen Wunsch des Genres unberücksichtigt: Der neue Drummer Lorenzo sowie die Konstante der Band, Alessio Gori, verbinden sich zu einer guten Mischung von Innovation und Bekanntem. (SV)

 


 

RIFFTERA – Across The Acheron

Mit „Across The Acheron“ ist der Zweitling der Melodic-Death-Metal-Formation RIFFTERA erschienen. Hauptsächlich findet man hier Songs in Überlänge – nur ein Song befindet sich knapp unter der Fünf-Minuten-Marke. Insgesamt lässt mich das Album leider zwiegespalten zurück. Einerseits zeigen RIFFTERA eindrucksvoll, dass sie MeloDeath können, präsentieren technisch Interessantes und verbinden Growls, Blastbeats und Streichinstrumente gekonnt miteinander. Andererseits habe ich große Probleme mit dem Klargesang, der bei mir nicht zünden will und die Parts zu sehr in die Länge zieht. RIFFTERA beweisen großes Potential, sollten aber noch an der optimalen Kombination ihrer Elemente feilen. (AO)

 


 

Mehr Flusensieb!


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