MEGADETH: "The World Needs A Hero" - "The System Has Failed"

Veröffentlicht am 29.03.2019

Seit 1983 verwöhnt uns Dave Mustaine mit stetig wechselnder Belegschaft mit nunmehr 15 Alben, Live-Releases, Singles und Compilationveröffentlichungen. Insgesamt sind um die 38 Millionen Alben Tonträger verkauft worden und die Tourneen rund um die Welt ziehen auch heute noch massig Leute.

Auch vor MEGADETH machen die Wiederveröffentlichungen in remasterder Fassung nicht halt, auch ich habe da schon mit dem Erstling einen solchen ReRelease zu hören den Genuss gehabt. 

Jetzt kommen mit "The World Needs A Hero" aus 2001 und "The System Has Failed" (Erstveröffentlichung: 2004) zwei Alben die ich nie so wirklich auf dem Schirm gehabt habe, da für mich nach "Cryptic Writings", einem noch recht anständigen Album mit den zwei Hits "She-Wolf" und "A Secret Place", erst einmal Ende mit Erzbischoff Dave und seinen Jüngern war. Zu belanglos, zu lieblos, zu irgendwie war das, was daherkam. 

Nun also vorgenannte Platten auf Vinyl, CD und digital. Beide Alben sind seit fünf Jahren nicht mehr auf CD erhältlich und beide Alben waren in den United Rogue States of Murica überhaupt noch nie auf Erdölscheibe erhältlich. 

 

"The World Needs A Hero"

01. Disconnect 
02. The World Needs A Hero 
03. Moto Psycho 
04. 1000 Times Goodbye 
05. Burning Bridges 
06. Promises 
07. Recipe For Hate…Warhorse 
08. Losing My Senses 
09. Dread And The Fugitive Mind 
10. Silent Scorn 
11. Return to Hangar 
12. When 
13. Coming Home (Live) (CD Bonus Track)

Das Geschoß wurde von Ted Jensen remastered und gewinnt dabei ein wenig an Volumen. Was ich mir allerdings auch einbilden kann. Das Album ist beinahe durchgehend in getragenem Tempo, mit "Return To Hangar" versucht man, an alte Zeiten anzuknüpfen, davor aber, mit dem kurzen "Silent Scorn", greift man mit der Blechtröte arg ins Leere.

Es gibt immer wieder diese typischen MEGADETH-Momente die kurz Magie versprühen, insgesamt handelt es sich bei "The World Needs A Hero" aber um ein typisches Album der Band nach der großen Zeit. Man schreibt von sich selbst ab, zitiert sich dann, nur um bald darauf wieder ein Stück der Vergangenheit wiederzuverwenden. Es ist schon klar, dass man sich nicht mit jedem Album neu erfinden kann, aber ein wenig Mühe könnte man sich schon geben. Oder nicht mit dem abschließenden "When" ein Beinahecover eines Songs, welches schon von der Ex-Band richtig gecovert wurde. Sorry, Dudes, "When" klingt über weite Strecken wie "Am I Evil". Insgesamt leider ziemlicher Durchschnitt und damit viel zu wenig für MEGADETH. Als Extra gibt es "Coming Home" in der Liveversion.

 

"The System Has Failed"

01. Blackmail The Universe 
02. Die Dead Enough 
03. Kick The Choir 
04. The Scorpion 
05. Tears In A Vial 
06. I Know Jack 
07. Back In The Day 
08. Something That I'm Not 
09. Truth Be Told 
10. Of Mice And Men 
11. Shadow Of Deth 
12. My Kingdom 
13. Time / Use The Man (Live) (CD Bonus Track) 
14. Conjuring (Live) (CD Bonus Track)

 

Das 2004-er Album "The System Has Failed" war ursprünglich als Dave Mustaine-Soloalbum geplant wurde dann aber unter dem MEGADETH-Banner veröffentlicht, um aus dem Vertrag mit Sanctuary zu kommen. Es war auch das erste Album der Band ohne David "Junior" Ellefson. Die beiden Daves waren sich damals des Geldes wegen uneins und gingen bis zur Rückkehr des Bassisten 2010 getrennte Wege.

Dave Mustaine hat für das Album kein neues LineUp zusammengestellt, sondern hat sich ein paar Session-Musiker geholt, darunter Schlagzeuger Vinnie Colaiuta und den ehemaligen MEGADETH-Gitarristen Chris Poland. Auch dieses Album chartete in den Billboard Top 20 Album-Charts wie der Vorgänger. Auch dieses Album wurde von Ted Jensen remastered, mit dem gleichen Resultat wie "The World Needs A Hero". Auch hier gibt es Livebonussongs. Das Album selbst lehnt etwas mehr Richtung "Rust In Peace", ohne allerdings auch nur in die Nähe des Jahrhundertalbums zu kommen. 

MEGADETH waren viele Jahre lang beinahe unantastbar. Mit den 2000ern hat sich das aber erledigt und obschon es immer wieder ein paar starke Songs aus der Feder von Dave Mustaine gab, sind durchgehend zwingende Alben nur mehr eine vage Erinnerung.

Live immer noch mordend, braucht man MEGADETH-Studioalben schon seit langer Zeit nicht mehr zwingend. 


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