Das Metalmuseum: WINTERSUN - Wintersun

Veröffentlicht am 15.02.2019

"Time is the death and the healing
 Take your last breath, 'cause death is decieving
 Time is the past, now and tomorrow
 Days fly so fast and it leaves me so hollow
"

"Zeit ist der Tod und die Heilung
 Nimm deinen letzten Atem, denn der Tod ist trügerisch
 Zeit ist die Vergangenheit, das Jetzt und das Morgen
 Die Tage verfliegen so schnell und hinterlassen mich so leer"

WINTERSUN - Death And The Healing (2004)

Wenn es nun darum geht, die lyrischen Qualitäten, die auf "Wintersun" verpackt wurden, zu bewerten, kommt man nicht darum herum, auch seine Fantasie etwas anzustrengen. Wie vorher bereits erwähnt ist im Zusammenhang mit den übergreifenden Thematiken des Albums auch das Coverart des Werkes nicht uninteressant, zumal die darin eingearbeitete Symbolik reichlich Interpretationsfreiraum für den Hörer lässt und sowohl im musikalischen Sinne als auch im lyrischen Sinne durchaus damit gespielt wird. Ebenfalls sollte hier aber auch erwähnt werden, dass es hier keine einheitliche Story zu finden gibt, stattdessen erzählt jeder Song eine losgelöste Geschichte, in der sich jedoch fast immer Elemente eines übergreifenden Konzeptes (nämlich des persönlichen Lebens des Schreibers) finden lassen, bei dem Interpretationen allerdings auch keine allgemeine Gültigkeit haben.

Jari Mäenpää drückte es in Bezug auf seine Texte folgendermaßen aus: „Lyrically it's quite a personal record, but there's a little bit of fantasy also. Actually, you can understand the songs by many ways and meanings, which is great. But underneath all the metaphors to stars, space, vast and cold winter landscapes, it's all about my personal life - my feelings, emotions, thoughts, dreams, visions and hallucinations." Eine persönliche Interpretation meinerseits würde das Album wohl als ein Werk über die Faccetten der Agonie und des Todes beschreiben, verpackt in ein Geflecht aus märchenhaften, fast schon verträumten Geschichten, die unterschiedliche Aspekte der Thematik in Worte zu fassen versuchen. So wird der Tod hier nicht ausschließlich als ein Ende des Seins gesehen, sondern oftmals auch als eine Art der Erlösung aus einem beschwerlichen Leidensweg, der mit aller Kraft zu bewältigen versucht wird. Das Album hat also auch lyrisch einen starken Hang zum Bittersüßen und regt den geneigten Hörer durchaus zum Nachdenken an.

Was man nun selbst allerdings in den Lyrics sehen mag, ob es nicht tatsächlich einfach fantasiegetriebene Geschichten ohne eine tiefere Bedeutung sind, oder ob man völlig andere Schlussfolgerungen aus dem Gehörten zieht, ich vermag es nicht zu sagen und es ist letztendlich wohl auch egal. Dennoch sei gesagt: Wenn man ein Diskussionsthema braucht, hier ist eines!


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: Hintergründe und Entstehung
Seite 3: Das Album
Seite 4: Die Texte
Seite 5: Das Fazit


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