Flusensieb Mini #32 – 3 übersehene Extreme-Platten

Veröffentlicht am 09.01.2019

Extrem soll es diesmal zugehen im Flusensieb, dem Grabbeltisch der liegengebliebenen Platten im Stormbringer-Büro. Extremmetallisch, das versteht sich von alleine. Das bedeutet Death, Thrash und Black Metal. Und genau das liegt hier zufällig auch rum. Erst wird eine perfekte Reduktion aus zwei dieser Komponenten geliefert, dann zwei Debüt-Platten, von denen sich die erste thrashig und traditionsbewusst gibt, während die zweite ihrem Death eine gute Schippe Brutalität mit in die Krippe schaufelt. Viel Spaß!

 


 

ARROGANZ – Erzketzer

Nach vier Alben bringen ARROGANZ nun ihre erste EP heraus. Darauf fassen sie in drei Songs wunderbar zusammen, was sie können: Black und Death Metal der überaus interessant und vielseitig angereicherten, aber nichtsdestoweniger rohen, untergründigen und stimmigen Art. Aus dem tiefsten Osten Deutschlands schicken die Extrem-Metaller „Erzketzer“ dröhnend-doomig, kratzend, scheppernd, schwer und gewaltig in die frohlockend leidenden Gehörgänge ihrer begeisterten Opfer. Selten habe ich eine derart präzise eingedampfte Black-Death-Mischung hören dürfen: keine Längen, keine Langeweile, keine Kompromisse! Macht mächtig Lust, sich tief in das Gesamtwerk von ARROGANZ zu stürzen! (jazz)

 


 

CULTURAL WARFARE – Warmageddon

CULTURAL WARFARE legen nach zwei EPs ihr Debutalbum „Warmageddon“ vor und singen ein Loblied auf den Bay Area Thrash Metal. Die in Oakland beheimatete Band spielt schnellen, grantigen und aggressiven Thrash, der von den bekannten Vertretern jener Gegend beeinflusst ist und dezent an EXODUS oder TESTAMENT erinnert. Neben den treibenden und groovenden Passagen zeigen sich wohldosierte Einschübe von Melodie, besonders in den Gitarrensoli geben sich CULTURAL WARFARE schwermetallisch-traditionsbewusst. Produziert von Juan Urteaga (MACHINE HEAD, EXODUS) und gemastert von Jens Bogren (SEPULTURA, KREATOR) erklingt „Warmageddon“ in klarem und wuchtigem Sound, der das Bay Area-Feeling komplettiert. (Lord)

 


 

MORTIFY THE FLESH – Caverns Of The Unwanted

Zum Abschluss unseres Extremitäten-Kabinetts geht es erneut ins düstere Ostdeutschland, wo MORTIFY THE FLESH lauern, um ihre Debüt-EP „Caverns Of The Unwanted“ auf arglose Trommelfelle loszulassen. Ihr Folterinstrument ist Death Metal mit mindestens einem halben Fuß über der Grenze zum Brutal Death Metal. Meine Fresse, knüppeln die sich einen ab! Für einen ersten Versuch ist das schon ganz schön heftig. Allzu überzeugend interessante Alleinstellungsmerkmale sind allerdings schwer zu finden, aber man muss ja auch nicht gleich die Neuerfindung des Presslufthammers erwarten. Metallische Extremisten können hier gut mal reinlauschen und die Truppe für die Zukunft auf dem Zettel behalten. (jazz)

 


 

Mehr Flusensieb!


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