RAVENFIELD - Pain

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VÖ: 18.03.2022
Bandinfo: RAVENFIELD
Genre: Melodic Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Das bayerische Quartett von RAVENFIELD gibt es schon ein paar Jähren, und mit "Pain" kommt ein neuer Aufschrei aus den tiefsten und dunkelsten Emotionen, mit einem kleinen Hoffnungsschimmer am Horizont.

Aus Bayern kommen nicht nur Lederhosen und gutes Bier, auch musikalisch können wir ganz schön hart auftischen. So folgt mir in das düstere Dark-Rock-Epos von RAVENFIELD. Unterstützt wurden sie vom Produzenten Michelle Darkness, der musikalisch auch selbst unter der Flagge von END OF GREEN unterwegs ist.

Die Songs fliegen einfach so durch meine Gehörgänge, und es ist schwierig für mich, mich aus der notalen Umklammerung zu befreien und mich auf das Schreiben zu konzentrieren. Wer die frühen PARADISE LOST kennt und schätzt, liegt hier definitiv richtig. Vor allem bei "Killer" habe ich das Gefühl, Nick im Hintergrund zu hören. 

Bei "Circles" kommt ein wenig der oben erwähnte Lichtblitz zum tragen, aber spätestens bei der Textzeile "we will die alone" wird der brutal erstickt. Wie ihr seht, bzw. hören werdet, die Songtexte sind durch Cleanvocals hervorragend zu verstehen und damit zu empfinden. Lasst euch drauf ein und genießt den Moment der Dunkelheit. Es lohnt sich absolut den Songs genau zuzuhören. Da hat sich jemand nicht nur Gedanken gemacht, sondern schreit wirklich einiges an Kritik heraus. Allso geht mal mit eurem inneren "Monster" in den Clinch. Obwohl meins definitiv eher Vegetarier sein dürfte. (Den versteht jetzt nur, wer besagten Song gehört hat.)

Beim Höhepunkt des Albums steigt o. g. Michelle gleich mal mit in den Ring und feuert "Pain" gerade zu heraus. Natürlich sehr soft und schmusig. Die Balance mit der rauchigen Stimme von "Polo" ist ein extrem guter Gegenpart. Quasi ein Tief-Dunkel/Hell-Düster- Duett. "Candles burning for all who lose the fight". 

Zu den Instrumenten gibt es nichts anderes zu sagen, außer: fein gemacht. Sauber abgestimmt und eingespielt, keine Überlagerungen, sondern ein perfektes Zusammenspiel. 

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Sabine Vollert (22.07.2022)

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