HELSOTT - Will and The Witch

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VÖ: 20.05.2022
Bandinfo: HELSOTT
Genre: Folk Metal
Label: M-Theory Audio
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Lineup  |  Trackliste

Metal und Cowboys? Passt nicht? Bei HELSOTT schon. Aber irgendwie finde ich die Vermischung der Themen schon seltsam. In den Videos scheint sich die Band selbst zu parodieren und macht einen auf Western. Wenn ich nur die Platte höre, würde ich nie auf die Idee kommen, dass die im Video eine Schießerei im wilden Westen zeigen. "Will and The Witch" hört sich nämlich doch schon eher folkig, fast Pagan-artig an.

Schon beim Opener gibt es ein paar härtere Riffs. Aber bereits der zweite Track "Southern Shine" bringt dann tanzbaren Beat und Country-Musik-Flair mit ein. Es gibt ein paar Soli hier und da, und generell ist alles sehr melodisch – aber auch etwas eintönig. Es geht immer straight forward, die Beats sind schnell und die Laune ist gut. Die Growls und Screams sitzen. Die Mischung aus Thrash-Elementen und Orchester zieht sich durch die gesamte Platte von HELSOTT. Hier und da gibt es auch ein paar Gastauftritte, z.B. von Tim “Ripper” Owens (ex-JUDAS PRIEST) und Vladimir Reshetnikov (ARKONA).

Gut gefallen hat mir "Skin Out", der längste Song der Platte. Er ist auch am besten konzeptioniert, und eine Geige führt durch den gesamten Track. Es gibt ruhige Passagen, Intro und Outro, verschiedene Gesangsparts und viel mehr Abwechslung. Obwohl hier das Gitarrensolo überraschend leise abgemixt ist. Etwas aus der Reihe fällt auch der ruhigere Song "Navajo Crow", in dem ein Männerchor singt.

Es handelt sich bei "Will and The Witch" übrigens um ein Konzeptalbum rund um Billy the Kid. Sänger Eric Dow sagt dazu: "The album is a concept recording. It’s basically a fan fiction story about how Billy The Kid became the fastest gunfighter in the wild west. There are southern vibes with banjo and fiddle. There are Native American vibes with hand drums and flute. There is thrash metal, power metal, death metal, and even acoustic campfire parts. We think there are enough flavors on this album to keep any listener engaged and wanting to listen over and over again. The title track explores the relationship between the two main characters on the album. Musically it’s melodic and thrashy, but also catchy and fun so I think this is a great song to introduce the listener to the full-length."

Fazit:

Insgesamt ist HELSOTT schon recht interessant und scheint sich gerne selbst auf die Schippe zu nehmen. Es ist in jedem Song viel Melodie dabei, und jeder Track bringt ein anderes Gefühl rüber. Trotzdem gibt es innerhalb der Tracks wenig Variation für mich und etwas zu viel Gitarrenarbeit und zu wenig vom Rest der Band. Insgesamt also nett für nebenbei, aber so richtige Hits gab es für mich nicht. Generell wirkt das gesamte Album überladen.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Sophia Brandt (30.06.2022)

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