SADIST - Firescorched

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VÖ: 20.05.2022
Bandinfo: SADIST
Genre: Progressive Death Metal
Label: Agonia Records
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Lineup  |  Trackliste

Nachdem SADIST 2015 mit dem starken „Hyaena“ von einer längeren Pause zurückkamen, kommen die Veröffentlichungen wieder in regelmäßigerem Rhythmus. Nachdem 2018 das etwas durchwachsene „Spellbound“ nachgelegt wurde, bringen die Italiener rund um Tommy Talamanca jetzt mit „Firescorched“ das nächste Album heraus. Diesmal hat sich auch die Besetzung verändert – der altgediente Fronter Trevor Nadir ist wieder dabei, dafür gibt es an den Drums mit Romain Goulon (mal bei NECROPHAGIST) und Jeroen Paul Thesseling (OBSCURA) hochkarätige Verstärkung aus dem extremen Prog Death Sektor.

Und das tut SADIST auf „Firescorched“ sichtlich gut, die Band klingt wieder etwas frischer als beim Vorgänger. Schon beim Opener „Accabadora“, der nach leicht mystischem Beginn schnell in treibenden Death Metal umsteigt, merkt man den frischen Wind in der Rhythmus-Sektion. Besonders Thesseling wechselt nahtlos von knarzigen Bass-Sounds bei den härteren Passagen zu sanfteren Tiefton-Gesang in den (auch später immer wieder auftretenden) instrumental-ruhig-progressiven Teilen.

Mit „Accabadora“ ist auch die Blaupause für die restlichen Songs gelegt: recht (für SADIST zumindest) aggressiver Death Metal mit starkem Einschlag in die von DEATH beeinflusste (und von den Landsleuten ILLOGICIST wunderbar weiterverfolgte) technisch-progressive Richtung, wobei immer wieder kurze, instrumentale Zwischen-Teile eingeschoben werden. Neben dem genannten „Accabadora“ können besonders auch das Keyboard-getriebene, schnelle „Finger Food“, das mit seiner Spieluhr-Sequenz und den Assoziationen mit Killer-Clowns punktende „Burial Of A Clown“ oder das eher Midtempo-lastige, riffstarke „Aggression Regression“ überzeugen (während das für die Band fast schon zu brave Instrumental „Loa“ eher fehl am Platz ist).

Ob „Firescorched“ das „...schnellste, höchst experimentelle und extremste Album...“ (wie es die wie üblich tiefstapelnden Promo-Texte von sich geben) von SADIST ist, sei mal dahingestellt bzw. dem Hörer zur Entscheidung überlassen, auf jeden Fall ist es eines der stärkeren in der Bandgeschichte der Death Metal-Veteranen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Luka (13.05.2022)

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