BAD BONE BEAST - Extravaganza

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VÖ: 15.04.2022
Bandinfo: BAD BONE BEAST
Genre: Hard Rock
Label: Drakkar Entertainment
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

2018 gab die deutsche Hardrock/Grunge-Band BAD BONE BEAST mit ihrer EP „Water Into Wine“ ein erstes Lebenszeichen von sich, das mich aufhorchen ließ. Beim damaligen Review besonders auffällig: Sänger Ruben Claro, der auch den Bass bedient. Seine markante bluesige Stimme blieb hängen, weil sie wie guter Whiskey klang und so richtig schön rau und samtig dem Gehörgang schmeichelte. 

Dann hieß es warten. Und nun, vier Jahre später: das Album „Extravaganza“ kommt auf den Markt und wieder auf meinen Tisch. Voller Vorfreude also ab damit und rein gehört.

Hm. Tja. Also leider bin ich nun ein wenig enttäuscht. Das, was mir beim Erstling so gut gefallen hat, finde ich auf dem neuen Longplayer mit den 13 Tracks nur mehr hie und da. Der bluesige Anteil bzw. die Nuancen Southern Rock, die ich auf der EP als besonders gut befunden habe, sind nämlich nur mehr Nebensache. Wie auch zuletzt, wird Wert auf vielschichtiges Songwriting gelegt und jedem Song eine oder auch mehrere Wendungen im Stil und Rhythmus verpasst. Insofern passt der Titel „Extravaganza“ ganz gut. Andererseits wird dadurch der eine oder andere Song sehr in die Länge gezogen. Da wäre manchmal etwas „weniger“ ein „mehr“ gewesen.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Band auf „Extravaganza“ wohl ihren Stil gefunden und gefestigt hat. Die Songs sind rockig, kreativ, haben einen guten Vibe und die moderne Mischung aus Rock mit etwas Grunge oder 70er Style ist gut. Sehr oft erinnern mich BAD BONE BEAST in ihrer Ursprünglichkeit und Intensität an LENNY KRAVITZ und Co. Sie schaffen es, mit den Basic-Instrumenten einen sehr groovigen Rock zu erzeugen, der gefällig ist und dessen Rhythmus ins Blut geht. Ruben Claro beweist wiederum, dass er ein grandioser Sänger ist und verpasst den Nummern sozusagen das Sahnehäubchen. 

Anhören kann man das bei „Me, U And I“ oder „Back In The Game“ – beides schon als Video zu finden, zum Beispiel hier:

Diese Songs sind sozusagen die Flaggschiffe und man kann noch mehrere ähnliche erwarten, wie "Bonehead", „Truth Or Dare“ oder „One Last Time“. 

Wie gesagt, das Songwriting ist vielschichtig. Es gibt knackige Rocknummern, zartere Songs, nachdenkliche Stücke oder Verspieltes. Eine mögliche Variation zum Rock Sound hört man zum Beispiel bei „Breaking All Cages“. Hier fügen sich eine wummernde Bassline, gute Gitarre und ein interessanter, auffälliger Gesang zu einem nicht alltäglichen Sound zusammen. Oder mal was Nachdenklicheres, das sich dann grandios und emotional entwickelt, wie „Old Man“.
Nur auf das Wesentliche konzentriert, nämlich Gesang und die akustische Gitarre, wird bei „Sunday Afternoon“.

Wie man sieht, gibt es eine ganz schöne Bandbreite an gefälligen Nummern und insofern kann ich sagen, dass „Extravaganza“ ein sauber gemachtes und durchdachtes Album ist, das die Freude der Band an der Rockmusik spüren lässt.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (21.04.2022)

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