CRASHDIET - Automaton

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VÖ: 29.04.2022
Bandinfo: CRASHDIET
Genre: Glam Rock
Label: Crusader Records
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Lineup  |  Trackliste

Über die tragischen Ereignisse, die CRASHDIET seit ihrem Start im Jahr 2000 bis heute durchgemacht haben, muss man keine großen Worte mehr verlieren, die Truppe ist sicher in der Rubrik "Pechvögel" ganz oben anzusiedeln. Nichtsdestrototz haben sie sich immer wieder aufgerappelt und jedesmal diejenigen Lügen gestraft, welche die Truppe schon vorzeitig abschreiben wollten.

Mit Sänger Gabriel Keyes haben die Schweden seit ihrem letzten Album "Rust" einen absoluten Glücksgriff getan, auch auf "Automaton" zieht der Bursche wieder alle Register seines Könnens.

Im Vergleich zum Vorgänger wurde die Qualitätsschraube auf "Automaton" nochmals um einiges fester gezurrt. Alleine schon die voluminöse Produktion mit viel Reverb klingt nach Millionen Dollar und dürfte Achtziger-Jahre-Freunde verzücken.

Und auch die Songs sind vom feinsten: Nach dem nach dem Album benannten Kurzintro gibt es mit "Together Whatever" und "Shine On" erstmal zwei absolute Granaten, welche sich nicht hinter SKID ROW, MÖTLEY CRÜE und Konsorten verstecken muss. Im Gegenteil. Härte, Melodiegefühl und die sich sofort ins die Gehörgänge einfräsenden Refrains - alles da!

                      

"No Man's Land" ist eine Hymne, die mich von der Struktur her an ECLIPSE-Songs erinnert, allerdings mit einer weitaus härteren Ausrichtung.

Mit "Darker Minds" ist erstmals Zeit zum Verschnaufen, eine extrem gute Powerballade, die in den good ol' 80's einen Megahit abgeworfen hätte. 

"Dead Crusade" ist die nächste Stadion-Nummer, da sieht man förmlich die Fäuste im Himmel.

Das melodische "Powerline" läutet die zweite Hälfte der Scheibe höchst melodisch ein, der Song überzeugt mit leichten AOR-Anklängen und prima Chorgesang. Die Schweden haben es in dieser Beziehung ja generell einfach drauf. Hier gibt es ein Stelldichein von STEEL PANTHER'S Michael Starr:

                     

"Resurrection Of The Damned" zieht den Härtegrade wieder nach oben, die Gangvocals geben dem  Stück das gewisse Etwas auch wenn esnun nicht meinen Album-Favoriten zählt.

"We Die Hard"  fällt wieder in die Kategorie "hitverdächtig" - eine schöne Mitsinghymne mit genialem Refrain.

"Shell Shock" ist etwas düsterer angelegt und beweist wie variabel der Gesang des optisch an Alexi Laiho erinnernden Gabriel Keyes ist. 

Die Uptemponummer "Unbroken" erscheint für die Band durchaus autobiographisch, die Akustiknummer "I Can't Move On Without You" beschließt ein wirklich tolles Album, das wohl als das bis dato beste Album der sympathischen Nordlichter angesehen werden kann. Die oben genannte Zielgruppe kann zu hundert Prozent blind zugreifen.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (05.05.2022)

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