SPITFIRE - Denial To Fall

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VÖ: 21.01.2022
Bandinfo: SPITFIRE
Genre: Heavy Metal
Label: No Remorse Records
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Lineup  |  Trackliste

Die griechische Metalband SPITFIRE existiert bereits seit 1984 (!) und hat bis dato ganze zwei (!!) Longplayer veröffentlicht. Wie man vermuten kann, lief da so einiges nicht wirklich rund, was auch in einer filmischen Doku namens "Spitfire: Back to Zero" dokumentiert ist.

Nunmehr erscheint im Jahr 2022 die neue Scheibe "Denial To Fall" im (natürlich im Vergleich zum Original)  veränderten aktuellen Line-Up.

Geboten wird uns hier traditioneller Metal im Stil von (vor allem) JUDAS PRIEST, ACCEPT oder auch SAXON. 

Die neun Songs bringen es auf eine Spieldauer von einer knappen Dreiviertelstunde, genauso oldschool traditionell wie die Spielzeit eines Longplayers aus den Achtzigern ist auch die gebotene Mucke.

Los geht es nach dezentem Intro mit einem Priest-lastigen Riff und leichter Keyboarduntermalung in Form des flotten "Stand And Fight". Der Gesang von Tassos Krokodilos (echter Name??) ist in den Höhen doch etwas unangenehm schrill, vor allem wenn man das Album am Stück hört. Produktionstechnisch klingt das alles sehr sauber ausbalanciert, auch wenn es einen nicht gerade umbläst. Dafür ist dann die Songstruktur und besonders der Refrain etwas zu unspektakulär.

Die Stakkato-Riffs in Song Nr. 2 "Wasted" lassen sich gut an, gehen dann aber auch wieder schnell über in einen schnellen aber eher durchschnittlichen Nackenbrecher-Song.

Der nachfolgende Titelsong ist ein Stampfer in bester ACCEPT-Manier, ohne jedoch deren Klasse zu erreichen, gerade an den Refrains hapert es doch oftmals. Nett aber nicht gerade umwerfend.

                   

"Unholy" (Kein KISS-Cover!) erinnert mich vom Riff her an bessere QUEENSRŸCHE-Tage, gut gelungen hier die Rhythmuswechsel von eher schleppend zu einem treibenden Stück zur Mitte hin. Mit das beste Stück der CD.

"Ready To Attack" ist erneut ein Judas-Priester in Reinkultur. Wie der Titel schon vermuten lässt, wird ordentlich in die Metal-Klischeekiste gegriffen, nicht nur textlich, sondern auch musikalisch. Die Riffs hat man eben alle irgendwo schon einmal gehört und das meist weit besser.

Dies zieht sich auch durch die nächsten drei Stücke, handwerklich sicher gut gemacht aber eben ohne das gewisse Etwas, welches die Truppe von der breiten Masse an Metal-Veröffentlichungen abheben würde.

Das abschließende "Back To Zero" lässt noch einmal etwas aufhorchen, hier ist endlich einmal ein guter Refrain vorhanden, der im Ohr kleben bleibt. Kommt auf "Denial To Fall" aber leider insgesamt zu spärlich vor.

Zusammengefasst ist die Scheibe zwar kein Flop aber eben auch kein Teil, für das man eine blinde Kaufempfehlung aussprechen kann. Die oben genannte Zielgruppe sollte durchaus einmal reinhören, ich befürchte jedoch, dass "Denial To Fall" nicht der erhoffte große Wurf für die Band werden wird, dafür ist das Gebotene dann doch zu austauschbar.

Mit Sympathiebonus für das Durchhaltevermögen nach so langer Zeit vergebe ich drei Punkte.

 

 

 

 

 

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (25.01.2022)

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