INFRARED - From The Black Swamp

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VÖ: 30.09.2021
Bandinfo: INFRARED
Genre: Thrash Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

INFRAREDs drittes Studioalbum „From The Black Swamp“ steht momentan in den digitalen CD-Regalen und dazu gibt es noch ein Musikvideo hintennach. Was man zu hören bekommt ist eine kontrastreiche, hart-weich-Kombo, mit eingängigen Gitarrenriffs mit Prügelpower und dramatisch inszenierten Trommelschlägen. Ein Genuss für jeden Thrash Aficionado, der auf METALLICA-Alben wie „Master Of Puppets“ oder „Kill Em All“ liebt.

Bei INFRARED kann man gut beobachten, wohin ihre Reise hingegangen ist. Das „No Peace“-Album (2016) - mit starkem Einflüss von METALLICAs "Kill Em All"- zeigt die harte Seite der Kanadier, danach wird es mit „The Saviours“ (2018) etwas melodischer und versprüht eher „Master Of Puppets“-Vibes. Der einzige Unterschied zu METALLICA: INFRARED haben ihre Wurzeln nicht abgehackt, sondern bauen auf ihren alten Sound darauf auf. Zuerst knallen sie einem „Tribal Junction“, einen Right-In-Your-Face-Track mit Offbeats, wilden Riffs und wiehernden Gitarrensolos, vor den Latz, der einer 80s Thrashband würdig ist. Mit „Lockdown“ packen sie einem gleich am Sack und prügeln den gut durch, bis er vom Gitarrensolo endgültig zerfetzt wird.
Das Gegenstück dazu stellt „Semita Domum“ dar, das an ein Drama erinnert. Mit Akustikgitarre wird das Lied angefangen, bis die verzerrten Gitarrenwände immer näher rücken. Schön langsam wird im zweiten Akt an Fahrt aufgenommen und das Lied bauscht sich, von Riff zu Riff, immer mehr auf, bis – und das passiert dann im dritten Akt– die Gitarren vom Gongschlag zum Schweigen gebracht werden. Und der Vorhang fällt.

Die Goldene Mitte der hart-weich-Kombo treffen INFRARED beim Aushängeschild „From The Black Swamp“. Ein harter Einstieg mit gefühlvollem Abgang, passt von vorne bis hinten. Dazwischen werden die eingängigen Gitarrenriffs im Refrain geklimpert, die einen noch Stunden danach beschäftigen werden – ein Ohrwurm der feinen Sorte.

Dafür, dass die Herrschaften für das Mixing und Mastering selbst verantwortlich waren, klingt es wie von einem professionellen Studio gemischt, Hut ab. Nur soundtechnisch hätte man bei den Gitarren noch ein bisschen an Power herauskitzeln können. Was mir noch fehlt, sind monströs aufgezäumte Gitarrenwände, die umhauen. Trotzdem ist „From The Black Swamp“ ein solides Album mit harten, aber herzlichen Liedern.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (30.12.2021)

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