LYNX - Watcher Of Skies

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VÖ: 26.11.2021
Bandinfo: LYNX
Genre: Heavy Rock
Label: No Remorse Records
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Lineup  |  Trackliste

Mit verspielten und verspulten Tracks, die gerne die Fünf-Minuten-Marke überschreiten, huldigen LYNX den Siebzigern auf ihre ganz eigene Weise. Auf ihrem Debütalbum konzentriert sich das Quartett vor allem auf seine Instrumente und verliert sich ähnlich wie Alice im Wunderland ein wenig im Dschungel der Harmonien und Klangwände. 
Generell wird hier nicht nur auf die Gitarren geachtet, sondern vor allem auf die Basis gesetzt: Bass und Schlagzeug bekommen mehr als einmal das Spotlight – so direkt zu Anfang. „Miscovery“, ein Intro-Song, der den Ton für das ganze Album setzt. Weiter geht es mit „Grey Man“: Je nach Altersgruppe kommen jetzt wahrscheinlich unterschiedliche Assoziationen hervor, aber mit den grauen Männern von Momo haben LYNX nichts zu tun. 
Nicht in allen Tracks verlieren sich die Vier aus Gießen so sehr, da wäre unter anderem das kurze „Odyssey“, das kurz und knapp mit knapp zwei Minuten auf den Punkt kommt. 
Auf dem letzten Song, dem Titeltrack, könnte das Quartett ruhig noch ein bisschen Power nachlegen, wie sie beispielsweise in „Savage Mountain“ zu finden ist. Ungewöhnlicherweise endet die Nummer – und damit das Album – mit einem Schlagzeugsolo. 

 

Als eine in sich ruhende Kraft, die sich sehr auf sich selbst konzentriert ließe sich „Watcher Of Skies“ beschreiben – und erinnert damit an QUEEN in ihrer Anfangszeit, als sie noch SMILE hießen und ein gewisser Farrokh, der sich später Freddie nennen sollte, noch nicht mit an Bord war. 
Ob LYNX ähnlich aus sich herauskommen und ihr Publikum entdecken werden, bleibt abzuwarten. Die Veranlagungen sind jedoch durchaus vorhanden. Und manchmal lebt es sich ja auch gar nicht schlecht so verspult, verspielt und vergessen. 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Franziska Anson (27.11.2021)

WERBUNG: Hard
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