CRAZY LIXX - Street Lethal

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VÖ: 05.11.2021
Bandinfo: CRAZY LIXX
Genre: Hard Rock
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Unsere schwedischen Freunde von CRAZY LIXX lassen mit "Street Lethal" wieder einmal die glorreichen 80er Jahre aufleben und bedienen ihre darbende Zielgruppe einmal mehr ziemlich famos.

Neben dem Intro "EnterThe Dojo" und einem zweiminütigen instrumentalem Verschnaufer namens "Final Fury" liefern die Jungs genau das ab was von Ihnen erwartet wird: Neun schmissige, hochmelodische Hymnen in der Schnittmenge zwischen SKID ROW und DEF LEPPARD.

Etwas aggressiver ausgerichtet als ihre Label- und Landeskollegen von ECLIPSE geht es mit "Rise Above"  im Uptempo los. Die Produktion ist fett auf die Zwölf mit schönem Eighties-Drumhall ausgestattet, die "Oh-Oh" Chöre knallen gut und der Refrain sitzt ebenfalls. Ob Ihre "Anthem For America" dort auch ankommt wird sich weisen, die Voraussetzungen wären in den glorreichen Zeiten vor über dreißig Jahren bestens gewesen.

                    

Ebenfalls hymnisch ist die mit We-Will-Rock-You-Beat ausgestattete Powerchord-Nummer "The Power", ehe in  "Reach Out" auch einmal  im seichteren JOURNEY-AOR-Fahrwasser gefischt wird.

Der Titelsong zieht vom Härtegrad wieder an, die bluesige Partynummer "Caught Between The Rock N' Roll" sorgt für Abwechslung, ehe wir bei der Quotenballade "In The Middle Of Nothing" angelangt sind. Ohne der Truppe zu nahe zu treten, im Studio lief wohl oftmals im Hintergrund DEF LEPPARDs 1992er Hit "Have You Ever Needed Someone So Bad", den man hier ohne Probleme 1:1 mitpfeifen kann.

"One Fire - One Goal" läutet die Abschlußrunde wieder sehr smooth-hitverdächtig ein,  "Thief In The Night" bringt es mit seinem langen, etwas an EUROPEs "Prisoners in Paradise" erinnernden Instrumentalintro und einem (überlangen) Fade-Out auf stattliche siebeneinhalb Minuten und schließt das Album pünktlich nach 45 Minuten ab.

Die Hitdichte erreicht auf "Street Lethal" schon fast den stattlichen ECLIPSE-Bereich, Ausfälle gibt es keinen, bei manchen Stücken hat man zwar das Gefühl, diese bereits einmal gehört zu haben, aber dass im Melodicrock das Rad nicht mehr neu erfunden wird, ist wohl auch jedem klar. Das etwas durchwachsene Vorgänger-Album "Forever Wild" wird mit  dem neuen Album jedenfalls mehr als Vergessen gemacht.

"Street Lethal" ist ein mehr als überzeugendes Album geworden, welches einmal mehr beweist, dass die vielen Skandinavier-Truppen im melodischen Rock-Bereich weiterhin zu Recht die Speerspitze bilden.

                 

 

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (30.11.2021)

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