ORBIT CULTURE - Shaman

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VÖ: 24.09.2021
Bandinfo: ORBIT CULTURE
Genre: Melodic Death Metal
Label: Seek And Strike
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Lineup  |  Trackliste

Auch die Melodic/Groove-Durchstarter ORBIT CULTURE dürften die Lockdown-Zeit fleißig damit verbracht haben, ihre Kreativität in neues Songwriting zu kanalisieren. Nur ein gutes Jahr nach „Nija“ steht mit „Shaman“ eine neue EP der Schweden ins Haus. Meine Erwartungen an die neueste Kurz-Veröffentlichung des Quartetts waren groß, immerhin war ich bisher nur absolute Meisterwerke von der Band gewohnt. Kann „Shaman“ da also ohne Weiteres mithalten?

„Mast Of The World“ verschafft der EP einen gewohnt groovigen Einstieg, man wird sofort mitgerissen und in den Bann gezogen. Abgerundet wird das Groove-Gerüst mit dramatischen orchestralen Hintergrund-Elementen. „Flight Of The Fireflies“ weist mit mehr harte Melodik auf und einem typischen, ins Ohr gehenden Chorus, der laufend von Frontmann Niklas‘ gewaltigen Growls abgelöst wird. „Carvings“ lebt von repetitiver Abfolge, die aber vor allem live seine brachiale Wirkung nicht verfehlen wird, einem catchy Riff und Breakdowns. Besonders hier hört man den Sound-Fokus hinsichtlich Liveperformances sehr gut heraus. Ein weiteres catchy und leicht abgehacktes Riff bietet auch „Strangler“. ORBIT CULTURE haben Eingängigkeit inzwischen perfektioniert. Die „Get out“-Shouts werden sicher auch für entsprechende Live-Resonanz sorgen, Stichwort einkalkulierter Live-Effekt.

Frontmann Niklas Karlsson zu diesem Thema: “Musically, 'Shaman' has a bit more flow to be executed more in a live setting, which was one of the goals. We have some songs on the 'Nija' album that we’d like to play live, but some of them just don't quite translate how we want them to, when we play them. We want to be a band able to run around the stage and invite people to the show and connect that way, rather than standing in one place and sweating over weird guitar patterns and what not.”

So weit, so hochkarätig und bekannt, doch das Quartett hält zum Abschluss noch ein wenig Experimentierfreude bereit. „A Sailor’s Tale“ wird themengerecht eingeleitet, bevor der typische ORBIT CULTURE-Sound hinzugemengt wird und die musikalische Szenerie schließlich übernimmt. Der Seemannsspirit zieht sich aber über den kompletten Song hinweg. Ein interessanter neuer Ansatz, den uns der Vierer aus Eksjö auf dem finalen Song mitgibt.

Fazit: Wo ORBIT CULTURE draufsteht, ist auch ORBIT CULTURE drin. Längst versteht das Quartett sein Handwerk und zeigt auf „Shaman“ deutlich, dass es nur noch um technische Feinheiten und stetige musikalische Weiterentwicklung geht. Ihren signature sound haben sie längst gefunden. Erfüllendes Hörerlebnis garantiert.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Angelika Oberhofer (20.09.2021)

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