GIUNTINI DEATHLINE - V

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VÖ: 28.05.2021
Bandinfo: GIUNTINI DEATHLINE
Genre: Progressive Death Metal
Label: Unbekannt
Lineup  |  Trackliste

Nein, der Name Giuntini ist nicht die italienische Schreibweise für Guillorine (hab´s gegoogelt), obwohl es zu einer Progressive Deathmetalband passen würde. Jedenfalls handelt es sich hier um den italienischen Musiker Aldo Giuntini, der GIUNTINI PROJECT auf Eis gelegt hat und daraus GIUNTINI DEATHLINE entstanden ist. „V“ heißt ihr Debütalbum und ist durchtrieben von Progressive Death, mit einem leichten Hauch von Thrash Metal.

Giuntini (Gitarre) zieht neue Saiten auf und spielt mit seinem neuen Projekt harte Töne an. Viel Geschrei, wenig Clean Vocals steht an der Tagesordnung, die aggressive Energie mit sich bringt. In “Spooky Man” und “Another Soul” pulsiert die Prog Metalader deutlich, neben der Rhythmusgitarre ist die Leadgitarre der alten GIUNTINI PROJECT-Zeit treu geblieben. Nur hie und da klingen Gitarrensolos ein wenig lasch.
Mit dem angekündigten LAMB OF GOD-Einfluss wurde nicht zu viel versprochen, mit Liedern wie „Blood“ oder „Another Soul“ setzen GIUNTINI DEATHLINE auf groovige Riffs und Heavybeats am Schlagzeug.
Wer ein gutes Ohr für Subgenres des extremen Bereichs hat, kommt an der Vermutung, dass Thrash Metal im Album miteingeflossen ist, nicht vorbei. „6 Feet Of Dirt On Your Soul“ und „Consumed By Madness” werden Offbeats in die Trommeln geschlagen, die nicht von langer Dauer sind und in Prog Metalstil wieder übergehen.
Das Schmankerl des Albums „V“ ist „Stab In The Dark“, Tony Martin (ex-Sänger von Black Sabbath) lässt Screaming und Growling außen vor und bringt mit seinen clean Vocals frischen Wind in die sonst so raue Musik. Allein, dass der ex-Sänger von BLACK SABBATH mit von der Partie ist, ist schon ein Highlight, doch – unabhängig davon – baut er sich mit seiner Stimme in die Progressive Deathband hervorragend ein.

GIUNTINI DEATHLINE haben sich ins Positive weiterentwickelt, keine Frage, aber zeitweise verlieren die Gitarrensoli an Spannung, was einschläfernd wirkt. Die verschiedenen Einflüsse von Bands und Metalsubgenres sind gut in „V“ miteingebunden. Als Highlight gilt definitiv „Stab In The Dark (feat. Tony Martin)“, an dem man sich nicht satthören kann.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (31.07.2021)

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