ANKHARA - Premonición

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VÖ: 16.07.2021
Bandinfo: ANKHARA
Genre: Power Metal
Label: Art Gates Records
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Lineup  |  Trackliste

Spanischer Metal, noch dazu in der Muttersprache dargeboten, ist auf dem internationalen Markt zwangsläufig nur bedingt erfolgreich. Im Fall von ANKHARA handelt es sich um eine alteingesessene Truppe aus der Madrider Ecke, welche bereits seit 1995 aktiv war, ehe es 2003 in den vorzeitigen Ruhestand ging. Bis dahin konnte man in Spanien aber absoluten Kultstatus genießen.

Anno 2013 war dann das Geld alle, sprich es gab eine Reunion in Originalbesetzung und die Truppe war wieder auf dem Livesektor aktiv. 2018 gab es mit neuem Mann an der Schießbude dann mit "Sinergia" einen neuen Langdreher, der im Heimatland durchaus gut ankam.

Nun kommt also mit "Premonición" ein weiteres Album auf den Markt. Auch hier wird wieder traditionelles Harteisen im Stil von IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST oder ACCEPT geschmiedet, in fröhlicheren Momenten gibt es auch Anleihen von HELLOWEEN oder EDGUY zu hören.

Zu allererst fällt die ausgesprochen druckvolle und transparente Produktion auf, die internationale Vergleiche nicht zu scheuen braucht. Da können sich selbst bekanntere Acts der letzten Zeit (hallo HELLOWEEN) eine gehörige Scheibe abschneiden. Ein Ohrenschmaus.

Zuhause sind die Jungs weitestgehend im höheren Tempobereich, manchmal fast schon zu tempolastig, was ab und an zu etwas Gleichförmigkeit führt. Nichtsdestotrotz werden hier keine Gefangenen gemacht und mit den pfeilschnellen Hymnen wie dem Opener "Huida" oder dem hitverdächtigen "Levantar Mi Alma", dem mit Thrashanleihen versehenen "Da La Cara"  kann man sich nur Freunde machen.

Richtige Nullnummern sind keine am Start, vielleicht hätte eine ruhigere Nummer dem Album als Verschnaufpause gutgetan, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Die Gitarreros verstehen ihr Handwerk und auch vom Gesang her gibt es nichts zu bemängeln. Nach einiger Zeit vergisst man sogar, dass da spanisch gesungen wird.

Wem nach ein bisschen Exotik im Metal ist, der ist bei ANKHARA durchaus gut aufgehoben.

Die Scheibe macht Laune und schrammt haarscharf an vier Punkten vorbei.

                   



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (20.08.2021)

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