BLOODSPOT - The Cannibal Instinct

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VÖ: 12.03.2021
Bandinfo: Bloodspot
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Reaper Entertainment Europe
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Lineup  |  Trackliste

BLOODSPOT agieren fleißig im Metal-Underground und hat schon einige Erfolge verbuchen können. Mit Thrashyoungsters wie DUST BOLT und alten Hasen wie PRO PAIN tummelten sie sich in der Vergangenheit auf internationalen Bühnen. Zudem brachte ihr Youubevideo „Vulcano“ mehr als eine halbe Million Aufrufe. Trotz allem flog BLOODSPOT unter meinem Radar, nur das hat jetzt ein Ende. „Cannibal Instinct“ heißt ihre neue Scheibe und handelt, laut Band, über „Groove“, „Abgrund“ und „Liebe“.  

Mit „The Cannibal“ will die Band an dem Youtube-Erfolg von „Vulcano“, der in der BLOODSPOT-Fangemeinde als „Death Lullaby“ bezeichnet wird, anknüpfen. Wenn die Band sich träge in Bewegung setzt, erklärt Pete (Gesang) den kannibalischen Instinkt zum Naturgesetz. Das Lied ist ein wahnsinniger Spaß: Hin und wieder krachen und quietschen die Gitarren, das Schlagzeug gewinnt des Öfteren an Tempo, fällt aber immer wieder zurück in den langsamen Trott und Pete schreit durchgehend, egal, wie ruhig oder unruhig die Stimmung ist. In anderen Worten hat „The Cannibal“ der Bezeichnung „Death Lullaby“ alle Ehre gemacht.


Bei „Death By Dinosaur“ ist einem zum Schmunzeln zumute. Es hat nicht nur einen lustigen Titel, sondern hat es auch faustdick hinter den Ohren. Auf knappen zweieinhalb Minuten präsentieren BLOODSPOT ihr ganzes genretechnisches Repertoire.
In „I Beg To Differ“ treibt der Tempoteufel sein Unwesen - also in gepflegter Thrash Metalmanier. Grontzki (Schlagzeug) prescht im Alleingang mit Offbeats vor und die Gitarren hinten nach. Zwischen den Gesangspassagen spielt BLOODSPOT eine Melodie mit Ohrwurmpotenzial, der den Tempoteufel ein wenig im Zaun hält.

Die deutsche Band bekennt sich zur dunklen Seite des Thrash Metals, was mit „The Cannibal Instinct“ gelungen ist. Die tödliche Gute-Nacht-Geschichte „The Cannibal“, die rohe Gewalt von „Death By Dinosaur“ und der Tempoteufel „I Beg To Differ“ repräsentieren die Quintessenz von BLOODSPOTs Musik. Auch wenn, die Band gute Riffideen haben, fehlt es den Gitarren am gewissen Etwas. - wilde Gitarrensoli á la Kerry King hätten nicht geschadet.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (06.07.2021)

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