MORDRED - The Dark Parade

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VÖ: 23.07.2021
Bandinfo: MORDRED
Genre: Crossover
Label: M-Theory Audio
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Lineup  |  Trackliste

Über 25 Jahre sind seit dem letzten MORDRED-Album über die volle Spielzeit ins Land gegangen aber nun hat das Warten ein Ende und es gibt mit "The Dark Parade" neues Futter für die Fans der Crossover-Könige. Auch wenn die Truppe in leicht geänderten Besetzungen bereits seit 2002 wieder sporadisch tourend unterwegs war, gab es 2015 einen neuen Song namens "The Baroness" in 2015 und danach nur noch eine EP namens "Volition". Also eine recht schmale Ausbeute, was den Output angeht.

Der Nachfolger des 1994er Werks "The Next Room" umfasst acht Songs bei einer Spieldauer um die 40 Minuten, also relativ kurz aber dafür knackig. Die Truppe pflegt weiterhin ihren groovigen Stil in der Schnittmenge zwischen poppigen DEATH ANGEL und FAITH NO MORE mit einigen schrägeren Fusionanklängen, wobei das nur eine grobe Richtschnur darstellt, denn die Truppe ist stilistisch schon recht einzigartig, alleine schon durch ihren festen DJ/Scratcher Aaron Vaughn, der immer wieder für Farbtupfer und Abwechslung in ihrem musikalischen Treiben sorgt.

EIne Metallica-ähnliches Gitarrenintro eröffnet den abwechslungsreichen Reigen mit den thrashigen "Demonic #7". Bereits hier stechen die Scratcheinlagen sowie der lässige Sprechgesang von Scott Holderby heraus. Dennoch verliert die Band auch selten ihr Melodiegefühl und bietet zumeist auch immer einen knalligen Refrain. 

"This Is Not For The Light-Hearted" ist die erste Textzeile der Vorabauskopplung "Malignancy" und das ist sowohl in Bezug auf den Song selbst als auch das sehr gelungene und aufwändigeVideo  zutreffend. Ein richtiger Hit, der mehr Klicks als die paar Tausend bislang auf youtube verdienen würde. Aber es ist nie zu spät - für mich der beste Song des Albums.

               

"I Am Charlie" erinnert etwas an rap-lastige Anthrax-Songs, durchaus gelungen und ebenfalls wieder mit einem eingängigen Chorus vertreten. Macht Spass.

"Dragging for Bodies" schlängelt sich weitestgehend scratchfrei und straight durch die Gehörgänge, ist aber zu unspektakulär, um über die volle Länge von sechs Minuten zu überzeugen. Für MORDRED-Verhältnisse etwas zu "gewöhnlich" wie ich finde.

Der noch etwas längere Titelsong fördert dann wieder das Schräge an MORDRED zutage, das die Anhänger der Truppe  an der Band so lieben. Bläsereinsätze, eine etwas verquere Melodie, ein wenig Sprechgesang und on top dennoch ein eingängiger Refrain, garniert mit einigen Rythmuswechseln. Progigge MORDRED mit hervorragender Gitarrenarbeit. Olala.

"All Eyes On The Prize" fällt dann leider wieder ein bisschen ab, wenngleich auch hier wieder die Gitarrenarbeit bemerkenswert ist.

Bei "Dented Lives" wartet man die ganze Zeit auf einen grandiosen Refrain. Selbiger ist aber dann leider nicht ganz so zündend oder gar mitreissend.

"Smash Goes The Bottle" ist ein Rock'n Roll lastiges Partystück, das dann durchaus nochmal groovige Laune verbreitet aber nicht darüber hinweg täuschen kann, dass die zweite Hälfte des Albums gegenüber dem recht hochklassigen ersten Abschnitt hörbar abfällt.

Die für eine so lange Pause doch arg kurz ausgefallene Comebackscheibe ist zwar durchaus gelungen aber insgeheim hat man sich dann doch noch etwas mehr erhofft. Mit einem Sympathiebonus werde ich dann leider nur 3,5 Punkte los.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (24.07.2021)

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