WITCHFUCK - Black Blood Baptism

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VÖ: 25.03.2021
Bandinfo: WITCHFUCK
Genre: Black / Thrash Metal
Label: Godz ov War
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Zu dem Namen WITCHFUCK kann man sich schon vorstellen, wohin es geht. „Black Blood Baptism“ ist eine Gewalt aus teils Black, teils Thrash-Metal und einer Spur von Punk-Elementen, die einem ins Gesicht geknallt werden. Passend zur brutalen Mixtur gibt es auch böse Songtexte, bei denen Satanismus großgeschrieben wird.
Zuerst geht mal ein Lob an Joanna Jaromira Stryga von JRMR Artworks. Strygas Coverartwork ist farbenfroher als die meisten Black Metal Albumcover und springt einem sofort ins Auge. Das im Comicstil gezeichnete Kunstwerk ist untypisch für die Art von Musik, gibt aber einiges her.
„Pentagram In Fire“ ist - meiner Meinung nach - das Aushängeschild für ihren vielschichtigen Bandstil. Als Fundament dafür bedient sie sich an Blast Beats mit disharmonischen Black Metal-Passagen, die mit rohen Thrashriffs aufgelockert werden. Hellscreamaross (Sänger) verpasst mit seiner punkigen Stimme dem Ganzen noch eine dreckige Note, damit WITCHFUCKS Sound wuchtiger klingt.

Wer nach einem tiefen Sinn in WITCHFUCKs Liedertexten sucht, wird eher enttäuscht. Sie verherrlichen das Böse und alles, was damit zu tun hat. Philosophie ist nicht ihre Stärke, dafür punkten WITCHFUCK mit poetischen Phrasen, die ein Kopfkino der satanischen Sonderklasse versprechen. Das in Polnisch gesungene Lied „Unicestwienie“ (auf dt. Vernichtung) ist ein Musterbeispiel dafür und, wenn man den Songtext im Google-Übersetzer eingibt, versteht man auch wieso.

Unicestwienie (auf dt. Vernichtung) - WITCHFUCK: strotzt vor dunkler Poesie

Musikalisch liegt das Hauptaugenmerk auf einen klassischen Black Metalsound, in dem kurze Thrashriffs eingebaut werden. Das Ganze wird mit dreckiger Punkstimme schön abgerundet und bringt die nötige Energie, die Köpfe kreisen lässt. Der Inhalt ihrer Songtexte ist nicht gerade eine philosophische Meisterleistung, aber dafür weiß die Band, wie man mit wenigen Worten abscheuliche Bilder in den Köpfen der Zuhörer kreieren kann.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (27.03.2021)

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