TOUCH - Tomorrow Never Comes

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VÖ: 26.03.2021
Bandinfo: TOUCH
Genre: Hard Rock
Label: Escape Music
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Lineup  |  Trackliste

Wenn eine Kulttruppe nach 40 Jahren eine Reunion bekannt gibt, ist die Spannung naturgemäß sehr groß. TOUCH ist eine amerikanische Hardrockband aus New York, die sich 1978 mit Mark Mangold (Keyboards und Gesang), Glenn Kithcart (Schlagzeug), Craig Brooks (Gitarren und Gesang) und Doug Howard (Bass und Gesang) aus der zuvor aufgelösten AMERICAN TEARS formierte. Ihr erstes Album erreichte vor allem wegen der Tophits „Don't You Know What Love Is" und „When the Spirit Moves You" bis heute Kultstatus besitzt. Ein Auftritt 1980 beim ersten Monsters of Rock Festival in Castle Donington trug wesentlich zu diesem Status bei, doch schon 1982 nach "Touch II“ war Schluss. Nach dem einstweiligen Split waren die Akteure weiter sehr aktiv: Mark Mangold bewährte sich nicht nur als außergewöhnlicher Songwriter bei Acts wie Michael Bolton, Cher, Jordin Sparks, Paul Rogers, Jennifer Rush oder Laura Branigan. Musikalische Beiträge lieferte Mark auch bei THE SIGN (mit Terry Brock) Mystic Healer, Flesh + Blood (mit Danny Vaughn) ab. Nicht zu vergessen seine eigene Band DRIVE SHE SAID. Craig Brooks unterstützte neben Roger Glover ebenfalls Michael Bolton und Doug Howard war mit STUN LEER unterwegs.

Nunmehr liegt also das Ergebnis der Reunion vor. Die Eröffnung mit dem Titelsong „Tomorrow Never Comes“ und mit „Let It Come“ beginnt sehr vielversprechend und schließen vom Stil nahtlos an den Erfolg von „Don't You Know What Love Is" an. Retro mit geilen Keyboard- und Gitarrenriffs, eingängigen Refrains und entsprechenden Vocals, Solo und im Chor. Doch schon das folgende fast achtminütige „Swan Song“ zeigt Schwächen: Altmodischer, pompöser Progrock, der sich auch bei anderen Tracks fortsetzt. Zwar aufwändige (Vocal-)Arrangements, nette Instrumentierung, aber recht langweilig. Aber es geht auch anders: „Wanna Hear You Say“, Fire & Ice“ und vor allem das abschließende „Run For your Life“ sind zeitgemäße Rocksongs, die nicht diesen „Vintagetouch“ aufweisen. Uptempo Songs mit tollen Refrains, Melodien, die ins Ohr gehen, top arrangiert (u.a. von Tommy Denander). Auch „Lil Bit Of Rock N Roll“ mit einem mitreißendem Shuffle - Rhythmus fällt aus der Reihe. 

Vielleicht war die Erwartungshaltung etwas zu groß, auch wenn einige Song sehr überzeugen, aber für ein Topalbum plätschern andere, auch mit zu langen Soli, einfach nur vor sich her.

 

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (29.03.2021)

WERBUNG: Hard
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