STARMEN - By The Grace Of Rock'N'Roll

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VÖ: 12.03.2021
Bandinfo: STARMEN
Genre: Hard Rock
Label: Melodic Passion
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Lineup  |  Trackliste

Man sieht die schwedische Band STARMEN und hat umgehend einen Gedanken im Kopf KISS-Klon.
Und das auf mehreren Schienen. Weil sie schminken sich nicht nur verdächtig ähnlich, wie die US-Rock-Urgesteine, sie klingen auch oft ähnlich. Einerseits beim Sound und Songwriting von Stücken wie dem Titletrack „By The Grace Of Rock’n’Roll“ und andererseits gesangstechnisch, weil Sänger und Rhythmusgitarrist Kristian hat eine Stimme, die Paul Stanley sehr ähnlich ist. Klamottentechnisch sind sie aber zum Glück auf Leder und Sakko und nicht Spandex. Wäre nämlich doch ein wenig zu veraltet dieses Outfit.

Nichts desto trotz sind sie recht gute Musiker und liefern ganz passable Hardrock-Songs Marke 70er und 80er. Also keine KISS Cover Band, wie man vielleicht auf den ersten Blick vermuten könnte, sondern einfach eine Band, die die – zumindest für viele Hörer und Leser – gute alte Zeit wieder hervorholt. Und so entwickelt sich das Bandprojekt, das eigentlich als Gag begann, mit dem nun dritten Studioalbum „By The Grace Of Rock’n’Roll“ zu einem eigenständigen Player, der so manchen alten Rockfan vor 40 Jahren abholt und in die Gegenwart begleitet.

Schön lässig und ein wenig auf AOR gemacht ist der Keyboard-Einstieg vom Starter-Song „Shining Star“. Flüssig und eingängig, rockig und mit guten Background-Vocals ist die Nummer – wie auch alle anderen – mitsingbar und man hört sie gerne noch mal an.

„By The Grace Of Rock’n’Roll“ ist die Hymne der Band und hier hört man doch KISS heraus. Vor allem der „Shout“-Schrei ist eindeutig bekannt und man findet bei diesem auf die Bühne gehörenden Song noch mehr Parallelen.

 

 

Weiter geht es in flüssiger Manier, egal, ob das melodische „Kairi“, das bluesige „Black Thunder White Lightning“ (wieder Paul Stanley Stimme) oder rockig-groovig Stücke wie „Kisses Of An Enemy“ und „Angels Crying“.

Popmusik und AOR klingen mehrmals durch. Gute Beispiele dafür sind das melodische „Spaceplane“, wo die Jungs sehr schön im Chor im Background singen und einen beschwingten Disco-Beat aufs Parkett legen oder das mit groovigem Keyboard versehene „Bad Habit“.

Insgesamt also zwölf nette Rocksongs, die flüssig und eingängig gespielt und gesungen werden. Ein Album, das was hat. Von einer Band, die man gerne mal live hören möchte, nachdem man sich durch die Songs gehört hat. Macht weiter so. Viele Oldschoolfans werden es euch danken.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (24.03.2021)

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