TVINNA - One In The Dark

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VÖ: 19.02.2021
Bandinfo: TVINNA
Genre: (stilübergreifend)
Label: Norse Music
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Lineup  |  Trackliste

Der Frühling ist nicht mehr allzu weit entfernt und bevor die Pflanzen und Tiere wieder aus dem Winterschlaf erwachen trudeln bereits viele neue Releases in den heiligen Hallen von STORMBRINGER ein, die ein erneut spannendes Musikjahr ankündigen. TVINNA legen uns auch ein ganz frisches Erstlingswerk vor, um sich in die Herzen der Fans nordischer Mythen und Legenden zu singen. Das Projekt wurde ursprünglich von Laura Fella (FAUN) und Fabienne Erni (ELUVEITIE) konzipiert ehe es von Laura, Fiona Rüggeberg (ex-FAUN) und Fieke van den Hurk 2019 mit dem ersten gemeinsamen Song aus der Taufe gehoben wurde. Die drei Hauptprotagonistinnen holten sich für dieses Album Unterstützung an Gitarre/Bass und Schlagzeug, um Musik zu schaffen, die stärken, trösten und erwecken soll. So zumindest im Promo-Text. Klingt ja schon mal spannend. 

Den Auftakt macht "The Gore" - und zwar so, wie man es erwartet. Mystische Klänge, Stimmen im Hintergrund, Wassertropfen, dezente Gitarrentöne und erhabene Synth-Sounds. Nach knapp zwei Minuten nimmt der Song dann Fahrt auf und Laura, Fiona und Fieke dürfen erstmals mit ihrem mehrstimmigen Gesang glänzen. Eingebettet in tiefe (Stammes-)Trommeln und umgarnt von einem weiten Klangteppich. Die Stimmen sind auch viel mehr ein Instrument im Dienst des Songs als ein Vehikel um Text zu transportieren. "12" schlägt in dieselbe Kerbe. Wobei Track Nummer zwei viel energetischer und nach vorn marschiert. "Kreiz" beginnt langsamer, fast schon hypnotisch ehe kurz vor der Zweiminutenmarke erstmals Stromgitarren auszumachen sind und auch ein wenig Double-Bass-Drum darf nicht fehlen. 

Auch die restlichen Songs funktionieren insgesamt recht gut, man holt aber zu oft die gleichen Zutaten aus dem Regal. Meist bildet ein Teppich aus tiefem Bass, elektronischen Beats oder Toms das Fundament auf dem sich die drei Stimmen entfalten können. Umgeben ist das Ganze noch von mystischen Sounds und Effekten. Trotz den wunderbaren Stimmen der drei Damen ertappt man sich im Verlauf des Albums dabei, mit den Gedanken auf Reisen zu gehen und die Verbindung zur Musik zu verlieren, was schade ist. Hier gelingt es TVINNA nicht immer, genug Spannung innerhalb der Songs aufzubauen beziehungsweise zu erhalten.

Fazit: TVINNA liefen ein solides Debutalbum ab, das aber das Potential der beteiligten Personen nicht ausschöpft. Die Produktion ist top, die drei Stimmen klingen herrlich und die Musiker an den Instrumenten verstehen auch ihr Geschäft. Beim Songwriting fehlt aber noch das eine oder andere Highlight, um ein wenig mehr Abwechslung rein zu bringen, damit man den Hörer/die Hörerin überrascht. Ob euch "One In The Dark" stärkt, tröstet und erweckt, gilt es selbst raus zu finden.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Hans Unteregger (19.02.2021)

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