INHUMANITY VORTEX - Reverse Engeneering

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VÖ: 01.09.2020
Bandinfo: INHUMANITY VORTEX
Genre: Death Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste  |  Trivia

Wie es sich für anständigen Death Metal gehört, geht es bei der polnischen Band INHUMANITY VORTEX mit ihren tiefergestimmten Saiteninstrumenten ganz weit nach unten bezüglich menschlicher Abgründe. Bis 2015 haute die Band Death-Metal-Alben unter dem Namen INHUMANITY raus.

Wer annimmt, ein Album, das "Reverse Engineering" betitelt wurde, müsste mit sechs mickrigen Songs elaboriert daherkommen, irrt. Die Lieder halten durchwegs die Länge gängiger Radio-Pop-Songs. Das Interessante an dem Album ist nicht die vertrackte Rhythmik, die mit gängigem Pop so gar nichts mehr gemein hat, ja, selbst bei den Soli wurde mehr Wert auf Rhythmik als auf Melodik gelegt, sondern das Thema des Albums, das sich, man höre und staune, an Konzept-Alben sehr weit annähert bzw. wuchtig genau in diese Kerbe schlägt.

Reverse Engineering ist ein gängiges Tool technische Spezifikationen unter möglichst geringem Aufwand höchsten Produkt-Output hinzukriegen und hierbei findet sich die Verknüpfung zu dem Album von INHUMANITY VORTEX: Nach etwa 23 Minuten bolzender Bässe und Base-Drums, die okay waren, fragt man sich, ob das jetzt wirklich alles gewesen ist. Fehlt da nicht die eine oder andere Bridge, ein Solo und Gott weiß was noch?

Das Gute an der Sache ist, dass "Reverse Engineering" auf Altbewährtes setzt und immer einen nächsten, einen ambitionierteren Versuch zulässt.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Richard Kölldorfer (05.02.2021)

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