PERSEKUTOR - Permanent Winter

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VÖ: 04.09.2020
Bandinfo: PERSEKUTOR
Genre: Black Metal
Label: Svart Records
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Lineup  |  Trackliste

PERSEKUTOR sind vier Typen aus Rumänien, die ihre Sadomaso-Kleidung so stolz und sicher tragen wie ihre englischen Namen. In einigen externen Quellen sind alle Bandmember namentlich seit 2018 gelistet, in unserer exquisiten Stormbringer Datenbank sind sie schon seit 2013 erfasst, aber leider ohne Namen. Ob da ein Besetzungswechsel stattgefunden hat, lässt sich schwer recherchieren, denn der einzige Eintrag unter "Info" auf ihrer Facebookseite ist: "ICE METAL MASTERS" - genau so. In großen Buchstaben, ohne Ausrufezeichen. Na dann ist ja alles klar. Auf jeden Fall muss irgendwann der Umzug mindestens eines der Urmitglieder von Târgu Mureș in Rumänien nach Los Angeles in den USA stattgefunden haben und wer auch immer das war, er/sie hat/haben den Bandnamen mit sich genommen. Spannende Biografie für so eine unbekannte, rumänische Black Metal Band.

"2018" kann jedoch als Gründungsjahr definitiv ausgeschlossen werden, da im Jahr 2013, 2014 und 2015 PERSEKUTOR EPs erschienen. Gerüchten zufolge soll 2006 sogar ein Longplayer namens "Angels Of Meth" veröffentlicht worden sein. Nähere Infos hierzu fehlen uns. Auf der offiziellen Bandcamp Seite ist jedoch das uns vorliegende Album "Permanent Winter" als Debüt angegeben. Ironischerweise klingt diese Aufnahme zum einen wie eine seltsame Mischung aus DARKTHRONE und IMMORTAL und zum anderen ist Vlad the Inhalers knurrender Gesang verständlicher als bei der Hälfte der alten Pioniere. Das liegt nicht nur daran, dass PERSEKUTOR-Songs sich im Midtempo bewegen, sondern an der deutlichen Aussprache des Frontmanns, sowie der guten Aufnahmequalität.

Die neun Nummern zeugen zweifellos von Liebe zum Genre, aber auch von großem Humor. Diese Band erweckt auf der einen Seite musikalisch den Geist des schwarzen Stahls vergangener Tage, aber auf der anderen Seite halten die Mannen wenig von konservativer Ästhetik. "Echten" Black Metallern bleiben eigentlich nur zwei Optionen: Augen zu und durch oder auf ein verdammt gutes Album verzichten. Beides tut weh.

Um unserer Ratlosigkeit noch ein wenig voranzutreiben empfehle ich jetzt noch, das Covermotiv unter die Lupe zu nehmen, was ja bis auf die Farbwahl, der Ästhetik anderer Underground-Produktionen entspricht und im Vergleich dazu dann die Qualität des wenige Monate später erschienenen Video Clips zu Song Nummer 9, "Black Death Punk Skins". Sind wem Wiedersprüche aufgefallen? Okay, nehmt die Hände runter - das war eine rein rhetorische Frage.

(Stormbringer liegt exklusiv der neue Mad Max Trailer vor!)



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Daniel Hadrovic (07.02.2021)

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