SUICIDE OF SOCIETY - War Investment

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VÖ: 09.10.2020
Bandinfo: SUICIDE OF SOCIETY
Genre: Thrash Metal
Label: Black Sunset
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Es ist kein Coveralbum, aber so etwas in der Art – SUICIDE OF SOCIETY bezeichnen ihr Debüt als „Best of Thrash“, was man nicht besser zusammenfassen kann. Das deutsche Quintett macht Alt zu Neu, indem sie den Spirit des 80´s Thrash aufgreifen und mit eigenen Ideen zusammenmischen.  Stellt am besten euer Hirn auf Nostalgie ein, denn SUICIDE OF SOCIETYs Musik erzählt Anekdoten, die sich gewaschen haben.
 
„Dream Of The Plague“ ist eine Hammerprolog, Schröder (Schlagzeug) kickt einen Doublebeat in die Trommeln, der einem sprachlos macht. Mit der Aktion hat sich die Band schon mal beliebt gemacht, und im nächsten Kapitel legen sie noch einen drauf. „Dream Of The Plague“ wird als Parole ins Mikro gegrölt, damit wird die Stimmung auf den Höhepunkt gebracht.
Das „Best Of“ wird in „War Investment“ großgeschrieben, bei den ganzen kleinen Anspielungen an Thrash-Ikonen, wundert das keinen.  Zum Beispiel das Schlagzeug zu Beginn in „Plane Babylon“ könnte von Scott Travis (JUDAS PRIEST) persönlich stammen. Was aber das Lied so sensationell macht, ist dem Bass-Schlagzeug-Gespann geschuldet, zwischen denen herrscht eine wunderbare Harmonie, in die man sich nur verlieben kann.
Oder hören wir mal in „Nothing Is Real“ hinein. Die treibende Kraft in dem Lied ist der stampfende Rhythmus, welcher mit so viel Energie daherkommt; dass sogar Rob Flynn (MACHINE HEAD) neidisch werden könnte. – „Burn My Eyes“ lässt grüßen. Wer den Teutonic Thrash Metal vermisst, kann sich mit „Mass Of Violence“ trösten. Das Lied ist ein DESTRUCTION-Mashup mit einer Prise ihres eigenem Gutdünkens. Im Gegensatz zu seinen Kollegen geht Müller (Sänger) nicht so selbstsicher an die Sache. In „Heterotopia“ will er es wissen und versucht sich im Kopfgesang, doch der klingt leider lahm. In „Industrial Scavenger“ probiert Müller es noch ein zweites Mal, doch -wie erwartet – klappt es wieder nicht.


„War Investment“ ist ein Ohrenschmaus. Dass die Musiker bereits zehn Jahre Bühnenerfahrung haben, kann man anhand des Albums hören und macht sich bezahlt. SUICIDE OF SOCIETY kreieren Neckbreaklieder mit Moshpitpotenzial und gleichzeitig gibt sie der 80s Thrash Metalszene die Ehre. Wer Lust auf Thrash Metal-Klassiker hat, aber die verstaubten Platten aus den 1980ern schon zum Hals heraushängen, den erwartet bei SUICIDE OF SOCIETY nostalgisches Vergnügen.

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (04.01.2021)

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