SMASHING PUMPKINS - Cyr

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VÖ: 27.11.2020
Bandinfo: SMASHING PUMPKINS
Genre: Alternative Rock
Label: Sumerian Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Kürbisse sind zurück. Interessanterweise ruft die Erwähnung des neuen Albums "Cyr" der SMASHING PUMPKINS bei den meisten eine "Was? Die gibt's noch?"-Reaktion hervor. Ja, die gibt's noch. Nach den DEFTONES, die mich während meiner Jugend begleitet haben sind es jetzt also auch Billy Corgan und Co. die was Neues vorlegen. Das zehnte Studioalbum vereint wieder die alten Weggefährten, was eine gewisse Vorfreude auslöst. Die Hoffnung, dass an alte Glanztaten wie dem Opus Magnum "Mellon Collie And The Infinite Sadness" angeschlossen werden kann, entpuppt sich leider als unbegründet. Daran ändern auch die 20 Tracks nicht viel.

Mit dem Einsatz von sehr vielen Synth-Sounds versucht man, den typischen Pumpkins-Sound in eine neue Richtung zu drehen, sich quasi neu zu erfinden. Was dabei rauskommt ist leider für eine Band mit dieser History und diesem Potential zu wenig, um eine hohe Bewertung zu rechtfertigen. Das Lineup umfasst ja neben Corgan auch noch James Iha und Jeff Schroeder. Nominell also drei Herren, die wissen, mit der Gitarre umzugehen. Dreckige Pumpkins-Alternative-Rock-Riffs muss man auf "Cyr" mit der Lupe suchen. Track Nummer neun "Wyttch" ist da der Leuchtturm mit Meer der Elektronik. Ebenso verhält es sich mit den Drums von Jimmy Chamberlain. Hier wird auch meist in die Konservendose gegriffen. 

Trotz der 20 Tracks fällt diese Review verhältnismäßig kurz aus. Es gibt nämlich nicht wahnsinnig viel über "Cyr" zu sagen. Natürlich ist es nicht abgrundtief schlecht, dafür sind zu viele Protagonisten dabei, die ihr Handwerk verstehen, aber trotz allem darf man von den Kürbissen mehr erwarten als 70 Minuten Synth-Pop, mit dem man sich gut im Hintergrund berieseln lassen kann, der aber ohne Highlights an einem vorbei zieht und es nicht schafft, Eindruck zu hinterlassen.

Schade, ein großartiges SMASHING PUMPKINS Album im Stile der alten Zeiten hätte dem 2020er-Jahr sicherlich gut getan. So bleibt man in der Mittelmäßigkeit stecken und schafft es nicht, neue Akzente zu setzen.

 



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Hans Unteregger (11.12.2020)

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