VARG - Zeichen

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VÖ: 18.09.2020
Bandinfo: VARG
Genre: Pagan Metal
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste

Tja, wie soll sich ein "Christian" benannter Redakteur mit Pagan Metal auskennen? Interessant, aber ist ein ad hominem Argument, deshalb haken wir das für alle Ewigkeit ab.

Napalm Records haben mir nun also die neue Veröffentlichung der Coburger Musikantengemeinschaft VARG zum Review überlassen. "Zeichen" nennt es sich und wird heftig vor Release beworben, sind die Knaben doch eine der Cash-Cows für das Eisenerzer Label.

Die bisherigen Outputs der bayerischen Mjölnir-Träger wurden bisher bei uns entweder attackiert oder der Lächerlichkeit preisgegeben. Wie schlägt sich nun der neue Effort der elektrifizierten Verehrer der alten Götter?

Tja, nicht anders, wie zu erwarten. Und das ist nicht nur mehr ärgerlich, das ist eine Frechheit. Es sind Alben wie diese, Bands wie diese, die es für mich peinlich machen, Metal-Fan zu sein.

Jedes dämliche Klischee, "Schlacht, Tod und Kampfeslust", wird durch das Dorf getrieben wie die sprichwörtliche Sau. Ich könnte die Punkte die ich für die sensationell schlechte "Götterdämmerung" EP schon aufgezählt habe, locker wiederholen. Es hat sich nichts geändert, der Sound ist so steril, man könnte in ihm Operationen am offenen Herzen durchführen. Der Gesang ist möglicherweise für verhaltensoriginelle Teenager aufregend, textlich wiederholt man das ganze Pagan-Papperlapapp, von Lindisfarne in "793" bis hin zu dem ewig gleich beschissenen Valhalla-Gesülze und natürlich Kampf, Ehre, Blut. Schlagworte werden herausgeworfen und irgendwie zu Versen zusammengefügt. Die ONKELZ treffen erneut auf "Wickie und die starken Männer".

Die beiden Videos, die ihr euch unten anschauen könnt untermauern nur meine ewige Abneigung gegen Industrieprodukte wie diesen gesamten Paganzirkus im Allgemeinen und VARG im Speziellen.

Wie letztens weigere ich mich auch diesmal, einem solchen Stück kalkuliertem "Metal" (ist es nicht, aber mir fällt da keine Bezeichnung ein, die einigermaßen die Täler des Wahnsinns bezeichnet, die ich beim Anhören zu durchschreiten hatte) eine Wertung zu schenken. Jede Beachtung die dieser Band zuteil wird ist zuviel.

 

 

 



Ohne Bewertung
Autor: Christian Wiederwald (16.09.2020)

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