SMASH INTO PIECES - Arcadia

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VÖ: 28.08.2020
Bandinfo: SMASH INTO PIECES
Genre: Electro Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

SMASH INTO PIECES haben in den vergangenen Jahren eine beachtliche Fanbase aufgebaut und spätestens seit ihrem Erfolgsalbum "Rise And Shine" haben sie ihren Abdruck auf der Landkarte hinterlassen. "Arcadia" ist bereits das fünfte Album der sympathischen Schweden und soll an den elektronischen Sound des vergangenen Werks "Evolver" anknüpfen. Vorab wurden schon einige Videos veröffentlicht, die das Konzept des Albums visuell toll unterstreichen und man merkt der Herangehensweise an, dass die Jungs dem Nerdtum nicht abgeneigt sind! 

Zurück in die Zukunft!
"The Siren"
eröffnet als atmosphärisches Intro das Spektakel und ist fast schon filmisch inszeniert. Fast fließend findet der Übergang zum wuchtigen Opener "Wake Up" statt, der in gekonnter SMASH INTO PIECES Manier aus den Boxen scheppert. Moderne elektronische Elemente, ein bisschen Metal und ein bisschen Pop geben sich die Klinke hier in die Hand, doch genau das ist der Sound, den die Jungs über die Jahre hinweg erarbeitet haben und ob man ihn mag oder nicht - unverkennbar ist er in jedem Fall! Chris Adams eaibeisenstimme unterstreicht das Spektakel bestens und wie so oft schlägt die Ohrwurmnadel ordentlich aus, wenn wir uns Richtung Hook bewegen. Der Titeltrack baut sich atmosphärisch auf und gibt sich im Verlauf immer energischer. Starke "Stranger Things" Vibes kommen hier auf und ich muss unweigerlich an viele Neonlichter denken bei diesem markanten Soundgerüst. Ein absolutes Highlight stellt "Forever Alone" dar, das mit hoher Wahrscheinlichkeit von WEEKENDS "Blinded Light" inspiriert ist. Aber diese Inspiration ist grandios gelungen und mündet in einem explosiven Chorus, der Gänsehaut auftreibt. Mit ganz großer Sicherheit ein neuer Fan-Liebling! "The Chosen One" geht es sehr poppig und ruhig an, lässt trotz allem zu keiner Sekunde ein hohes Energielevel vermissen, denn in puncto Energie liefert die Truppe tatsächlich immer ab. Die fast schon balladesken (toll gesungenen) Strophen bewegen sich in Richtung eines rhythmisch spannend vorgetragenen Refrains, der zwar wenig Metallisches mitbringt, genau dieser Faktor aber nicht weiter stört. SMASH INTO PIECES loten ihre Grenzen immer wieder neu aus und experimentieren gern, was dem eigenen Sound immer frische Möglichkeiten spendiert. "Ego" ist neben "Big Bang" sicherlich das Energiemonstrum auf der Scheibe und verbindet alle markanten Elemente der Diskografie. Fetzige Gitarren treffen noch fetzigere Synths und all das miteinander kombiniert ergibt eine explosive Wundertüte. "Bend The Rules" lässt den harten Trve Metaller sicherlich aufstoßen (und zwar nicht vor Begeisterung), aber mich als Liebhaber der elektronischen Elemente in Verbindung mit Metal/Rock lässt es verzückt dreinblicken. Was die Schweden für ein Gespür für starkes Melodiewriting haben, überrascht nicht, denn das haben die Schweden wohl von Geburt an in der DNA. Das "Mad World" Cover zum Abschluss verdeutlicht einmal mehr, dass SMASH INTO PIECES ihre völlig eigene Nische gefunden haben und sich auch diesen Song zu eigen machen. Gänsehaut garantiert!

Auf in die Arcade Halle!
"Arcadia" ist für alldiejenigen ein großer Spielplatz, die Synthie-Sound der 80er begrüßen und dennoch nicht auf fetzige Vocals und Gitarren verzichten möchten. Wer einen Ritt ins Neonlicht wagen möchte, der wird mit diesem Album absolut nicht enttäuscht, denn die Schweden werden nicht müde, qualitativ abzuliefern, ihren eigenen Sound auszuleben und gleichzeitig immer wieder mit neuen Elementen zu überraschen. Toll!



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Sonata (21.08.2020)

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