CURSE THE SON - Excruciation

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VÖ: 12.06.2020
Bandinfo: CURSE THE SON
Genre: Stoner Metal
Label: Ripple Music
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Die Amerikaner CURSE THE SON sind bekannt für ihren vielseitigen Doomstil und werden mit „Excruciation“ ihrem Ruf gerecht. In „Excruciation“ ist von einem qualvollen Leid die Rede, das nur durch – wer hätte das gedacht – den Tod beendet werden kann. Wie eine manisch-depressive Person, reicht die Stimmung zwischen optimistischem Doomrgroove und pessimistischem Funeral Doomsound.  Für die Band gibt es, keine Grenzen die sie im Genre nicht durchbrechen können, stimmungsschwankender Gesangsstil zu crunchy Gitarrenriffs im Überfluss.
Bei „Suicide By Drummer“ kommen gemischte Gefühle auf, zuerst beginnt der energische Marschierrhythmus, den dem Sänger die hohen Töne heraustreibt, aber danach ihn in tiefste Depressionen stürzt. Der Touch von BLACK SABBATH ist nicht zu überhören und wird konsequent durchgezogen, besonders wenn Vanacore (Gesang, Gitarren) Weltuntergangsprognosen, gegen Ende des Songs, verkündet.  
CURSE THE SON hat sich die Mühe gemacht, ihre Spielweise mit den Liedertexten penibel aufeinander abzustimmen, wie es bei „Black Box Warning“ zu hören ist. Nein, da ist keine Endlosschleife, der Schlagzeuger spielt den Beat tatsächlich und ist, in gewisser Weise, symbolisch, für das suizidale Ich. Das Gefühl, ständig bemitleidet zu werden ist unerträglich, genau dieses Gefühl durchlebte es bei jedem Gespräch immer wieder aufs Neue, bis der letzte Mitleidstropfen das Fass zum Überlaufen brachte und zu wuchtigem Schlagzeugtrommeln die Nerven verliert.
Wer zu oft ins Bierglas guckt, hat schon mal das Potenzial, eine Alkoholsucht zu bekommen, apropos, darüber haben die Amies „Devils Doctor Blues“ geschrieben, das wahrlich  kein Sonnenschein ist. Bei dieser Downerstimmung sind Blueselemente nicht überraschend, die Gitarre spielt, mit viel Crunch, im Alleingang, der einzige Kumpane, das Klageträllern des Sängers.

Für Tage, an denen man keine Lust aufs Leben hat, eignet sich „Excruciation“  als idealer Begleiter, die Theatralische Inszenierung, wie zum Beispiel  „Novembre“, macht das möglich. Mit dem „Leben bedeutet Leid“-Thema sticht die Band gerade nicht aus der Doomszene heraus, das ist schon ausgelutscht. Dafür überzeugt CURSE THE SON mit viel Liebe zum Detail, ihr Versuch die Stimmung in „Black Box Warning“ anzupassen ist wirklich gelungen.

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (21.08.2020)

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