KAT - The Last Convoy

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VÖ: 25.09.2020
Bandinfo: KAT
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Der Vorgänger "Without Looking Back" war nicht unbedingt der Burner und wurde auf unseren Seiten von mir nicht gerade ekstatisch abgehandelt. Unbeirrt bejubeln KAT aus Kattowitz ihr mittlerweile 40-jähriges Bandjubiläum. Für dieses Jubiläum haben sie sich ein Album geschenkt, das aus eigenen Songs, einer Wiedereinspielung eines eigenen Tunes und einigen Coverversionen bekannter Songs besteht.

Die Jungs sind ja nun auch schon eine Weile dabei, die erste Veröffentlichung geschah bereits 1984. Dafür klingen sie aber noch sehr frisch. Die eigenen Songs sind knackiger Altmetal ohne auch nur verstaubt zu klingen. Der Opener "Satan´s Nights" ist ein Gute-Laune-Rocker der einen gut aufgelegten Qbek Weigel am Gesang zeigt und einer Band, die scheinbar Lust auf's Musizieren hat. "The Last Convoy" ist ein entspannter Fistraiser, bevor "Mind Cannibals" einen etwas moderneren Zugang zum Metal an den Tag legt.

Dann folgt mit PURPLEs "Highway Star" die erste Coverversion auf "The Last Convoy" und die ist gelungen. Es stellt sich nur die Frage, warum man bei den Covers auf so bekannte Songs von so bekannten Bands zurückgegriffen hat. Da geht man ein bisschen sehr auf Nummer-Sicher. Aber, wie erwähnt, an der Ausführung kann man nix bemängeln.

"Dark Hole - The Habitat Of Gods" ist ein recht langes Akustikstück, das mit seiner etwas besinnlichen Grundstimmung durchaus überzeugen kann. Auch hier kann der etatmäßige Sänger der Polen punkten.

"Flying Fire 2020" ist quasi eine Eigen-Coverversion eines Songs, der auf dem letzten Album war, aber mit der Anwesenheit von Tim "Ripper" Owens veredelt wird. Und siehe da, das gelingt sogar, was auch daran liegen mag, dass der gute Tim sich diesmal nicht die Eier aus dem Skrotum schreit, sondern einigermaßen im für den Menschen hörbaren Spektrum bleibt.

The mighty SCORPIONS werden mit einem ihrer größten Hits "Blackout" gegrüßt, man kommt da nicht ganz an das Original heran, schlecht ist aber anders. "You Shook Me All Night Long" von AC/DC, naja, was soll man sagen, nicht meine Musik. Als semilustigen "Hidden Track" fährt ein Moped weg und der letzte Song geht noch ein wenig weiter.

Insgesamt macht das Album durchaus Spaß, ich hätte mir da deutlich weniger erwartet. Pure Steel überraschen mich wieder. Nicht unbedingt ein Pflichtkauf, aber man kann sich das schon gut anhören.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (20.09.2020)

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