BENIGHTED - Obscene Repressed

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VÖ: 10.04.2020
Bandinfo: BENIGHTED
Genre: Brutal Death Metal
Label: Season of Mist
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die Langrillen-Veröffentlichung Nummer Neun des französischen Extrem-Todesblei-Geschwaders steht an zur Beurteilung. Und gleich zu Beginn sei gesagt, wo BENIGHTED drauf steht, ist auch Brutal Death Grind drin. In diesem Fall zwölfmal Auf-die-Fresse-Bolzer in der straighten Ausführung. Soll heißen, BENIGHTED treten das Gaspedal auf "Obscene Repressed überwiegend DURCH das Bodenblech, allerdings ohne in permanent-blinde Raserei zu verfallen.

Bereits im Opener beweist die Band, dass sie jederzeit die totale Kotrolle innehat. Die Erfolgsformel gilt für den Titeltrack wie auch für alle folgenden Stücke: Highspeedparts wechseln sich immer wieder gekonnt mit langsameren Passagen ab, die den Tracks die nötige Wucht und Brachialität verleihen. Dazu kommen die unglaublichen Shouts vom einzigen verbliebenen Gründungsmitglied und BENIGHTED Frontmann Julien. Unglaublich, was der Kerl da ins Mikro blutwürfelt! Monsieur Truchan growlt, kreischt, schreit, bellt, keift und pigsquealt sich durch das Album, dass es eine wahre Freude ist. Unterstützt wird er dabei von so illustren Gesangs-Gästen wie Jamey von HATEBREED, Jagger von DISBELIEF und Crimo von CYTOTOXIN.

Aber auch die Instrumentalfraktion lässt nix anbrennen. Die Axtschwinger riffen, sägen und breakdownen, was das Zeug hält. Und Drummer Kévin prügelt sich extrem tight und auf den Punkt durch die Songs. BENIGHTED punkten somit auf voller Linie. Die Dreiviertelstunde Brutal Death Grind, den die Franzosen uns auf "Obscene Repressed" äußerst lecker anrichten, ist abwechslungsreich, und so eingängig, dass der Hörer nicht von komplexer Sperrigkeit vor den Kopf gestoßen wird. Die satte Produktion rundet den äußerst positiven Gesamteindruck ab, so dass nach dem letzten Ton von "Bound to Facial Plague" ein fettes, und äußerst zufriedenes Grinsen zurückbleibt.

 

Fazit:

Mit ihrem neunten Studioalbum kredenzen uns BENIGHTED 45 Minuten brachial-flotten, hin und wieder dezent Hardcore inspirierten Brutal Death Grind der absoluten Oberklasse. Zwölf Stücke mitten in die Fresse rein, das wirbelt die Zahnformel mächtig durcheinander und sorgt dabei garantiert für etliche Momente extremmusikalischer Verzückung!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (07.08.2020)

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