VENOM - Sons Of Satan: Rare And Unreleased

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VÖ: 28.08.2020
Bandinfo: VENOM
Genre: Black Metal
Label: AOP Records
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Lineup  |  Trackliste

Im vorigen Jahr erschien das "In Nomine Satanas" Box-Set mit Vinyls (Vinyle? Vinyli?) [Anm. d. Lekt: LPs. Bussi.] , einer Shape-Single, Poster, Buch, Aufnäher, etc. Dabei war noch ein Album mit bisher unveröffentlichten Demo Songs aus den Anfangstagen der Band.

Dieses Album wurde jetzt unter dem Titel "Sons Of Satan: Rare And Unreleased" wiederveröffentlicht. Aus welchem Grund auch immer. Natürlich hat es einen gewissen faden Beigeschmack, diese Sau noch einmal durch's Dorf zu treiben, aber man muss es ja nicht unbedingt kaufen.

Die ersten fünf Songs stammen von den Rehearsals die die Band 1979 in der Newcastle Road Church Hall aufgenommen haben. Damals noch mit dem passend benannten Sänger Clive "Jesus Christe" Archer. Die Aufnahmen zeigen eigentlich deutlich, dass VENOM die einzig wahren Väter des Black Metal sind. Nur mit viel Fantasie kann selbst der Kenner ausmachen, um welchen Song es sich handelt. Unter einem Mahlstrom an Reverb haut jemand auf einen Altmetallcontainer, irgendetwas kracht und ein Dude schreit im Hintergrund. Kvlt möglicherweise, braucht aber so wirklich niemand. Außer natürlich die Unmenge an extrem untergrundigen BM-Bands die es heutzutage wieder schaffen, so übel zu klingen.

Weiter geht es mit dem 50 £ Demo. Der Name stammt daher, dass Neat-Records ihren Bands vier Stunden Studiozeit im Impulse Studio, in dem auch Cronos werkte, für 50 £ zur Verfügung stellte. Das geschah für VENOM am 20. Oktober 1980 und hier hört man VENOM eigentlich schon, wie sie auf den ersten drei Platten dann später waren. Cronos ist mittlerweile auch Sänger geworden und mit "In League With Satan", "Angel Dust", "Live Like An Angel" und "Schizo" sind einige Klassiker enthalten. 

Zum Abschluss gibt es eine Demoversion, auch wieder aus dem Impulse Studio, des Titeltracks vom dritten regulären Album der Newcastle-Chaoten. "At War With Satan" rumpelt fröhlich für eine Viertelstunde vor sich hin, hat alle Trademarks der Band und ist so etwas wie der letzte Höhepunkt der Band. 

Interessant ist diese Zusammenstellung auf jeden Fall, wer sie noch nicht hat kann gerne zugreifen, aber ganz ehrlich, die Demos sind nicht weit von den Songs auf den Alben entfernt und das Church Hall Rehearsal ist wirklich nicht gut.

Dennoch muss auch heute noch bei jedem Konzert, egal welcher Band, irgendwann in den Pausen zwischen den Songs dieser Shout ertönen: VENOM!!!



Ohne Bewertung
Autor: Christian Wiederwald (27.08.2020)

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