YUCCA MOTH - The Gentle Push

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VÖ: 15.11.2019
Bandinfo: YUCCA MOTH
Genre: Doom Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

In der Redaktion machen die letzten Stückchen Baklava und Çay die Runde. Die Shisha ist schon kalt geworden und dampft nicht mehr... Eine feine Note Melonendampf schwebt noch in der Luft - Ratlosigkeit macht sich breit, während über den Stormbringer-Bildschirm (LG LAA015FL7B1, 89.999,00€ - Kleine Zuwendung vom Chef ans Team) alle erhältlichen Informationen zu YUCCA MOTH flimmern.

Wer traut sich, ein Review zu schreiben? Schließlich haben wir uns mit allerlei Leckereien darauf eingestimmt. Die ersten verlassen wortlos den Raum.

Man kann nicht behaupten "The Gentle Push" sei per se schlecht - will es denn niemand in Worte fassen? Naja... Eigentlich nein, obwohl wir unseren Freunden aus der Türkei den Support nicht verwehren möchten...

"Ist es denn gut?" dringt es aus der Stormbringer-Küche.

Hmmm...

"Besser schlechte Promo als keine Promo!" ruft einer.

"Kann ich nochmal die Daten haben?" fragt ein anderer. Klar, gerne. Was steht denn da auf dem Bildschirm?

Das 24minütige Doom-Produktion von November 2019. Facebook Likes (Stand: Juli 2020): Ganze zwei.

"Wie bitte? Okay, haben die ein Logo, Albummotiv oder Bandfoto hochgeladen?"

Gar nichts...

"Faulheit kommt bei mir nicht gut an... Schaltet einer mal die Infos weiter?"

Band stammt aus der Türkei.

"Doom aus der Türkei?"

Exotenbonus: Check! 0,5 Punkte in der Tasche.

Titelbild: Äh... ... Rosa Klecks... Silber dabei uuund...

"Nochmal den Exotenbonus aufschlagen?"

Na gut: Check! 0,5 Punkte dazu.

"Spielt das Teil ab!"

Läuft.

"Singt da nochmal einer?"

Negativ. Ist ein Instrumental. Keine Punkte dafür.

Songs im Detail: "Anteater". Spannender Einstieg, dann zieht es sich, bis Gescheppere eintritt. Nicht das schöne Gescheppere. Töpfe, auf die man minütlich mit einem Hammer losgeht. Ist das was? Hmmm...

Es folgt der Titeltrack! "The Gentle Push". Recht langsam... Ist ja auch Doom, kein Speed Metal. Vibriert minimal, dann klingt es, als würde man rostigen Stahldraht auf eine Spule rollen, während jemand mit dem Besen auf der Snare trommelt. Ausgelegt auf 8:35 Minuten kommt tatsächlich ein wenig Stimmung auf.

"0,5 Punkte wert?"

Achselzucken. Check.

Vorletzter Song: "Annas Feet". Geht es da darum, wie sie sich mit ihren sexy Kniestrümpfen in den Fahrradspeichen verfangen und die Füße verletzt hat? Bestimmt nicht, aber woher soll man das wissen? Ist es deswegen schlecht? Nö. Also muss es gut sein! Nö. Gibt es einen halben Punkt für konzentrierte Mittelmäßigkeit? Auch nicht.

Dann muss der letzte Song was reißen: "Green for Mourning?"

Getrommel... Soll wohl an Yamato-Trommeln erinnern. Metall-Zeugs wird gebogen, oder so. Definitiv 0,5 Punkte...

"Kann man da noch was mit den Punkten machen?"

"Ja, du kannst sie zusammenzählen, wenn du möchtest."

"Haben wir noch Baklava?"



Bewertung: 2.0 / 5.0
Autor: Daniel Hadrovic (08.07.2020)

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