UNANIMATED - Ancient God Of Evil - ReRelease

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VÖ: 15.05.2020
Bandinfo: UNANIMATED
Genre: Death Metal
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Auch schon wieder 25 Jahre ist es her, dass UNANIMATED "Ancient God Of Evil" das erste Mal veröffentlichten. Damals mir nur dem Namen nach bekannt, weil sich die Musikwelt dereinst nicht ganz klar war, was nach Grunge, der auch noch nicht ganz vorüber war, denn nun schließlich passieren sollte. Außerdem hatte ich meine große SAVATAGE-Phase und überhaupt drehte sich bei mir Alles von Oben nach Unten und von Hin nach Her. Ihr versteht.

Jedenfalls gab es von "Ancient God Of Evil" schon 2008 ein Remastering, welches jetzt nun durch ein aktuelles ersetzt wird. Wie sich die beiden Vorgängerversionen angehört haben kann ich nicht sagen, ich habe sie nie gehört. Dieser Re-Release der nicht einmal 40-Minuten Scheibe klingt recht aufgeräumt, schwächelt aber im Sound insgesamt. Drucklos die Gitarren, dafür ein fürchterlich aufdringliches Schlagzeug das klingt, als ob man den Inhalt einer Bestecklade in eine Betonmischmaschine gesteckt und dann fröhlich laufen gelassen hätte. Der Gesang ist g'scheit rotzig, das kann man so lassen. Die dünnen Keyboards hätte man sich eigentlich ganz schenken lassen können. Dan Swanö war damals wohl so beliebt, dass er bei "kleineren" Bands nicht ganz genau hingeschaut hat.

Die Band hatte den Vorteil, dass sie damals mit bereits potenten Musikern wie Jonas Mellberg und Peter Stjärnvind, sowie Johan Bohlin an den Start gingen und mit dem Album dem frühen Elchtod ein abwechslungsreiches, beinahe schon erwachsenes Album entgegenwarf. Klar dominieren die typischen schwedischen Abfahrten dieser Zeit, aber "Variabilität" heißt hier das Zauberwort. Und das, oder die, wird hier souverän ausgespielt. Das führt dazu, Obacht:, dass man die Songs tatsächlich unterscheiden kann, etwas, was vor allem in der Anfangszeit des schwedischen Death Metal nicht immer der Fall war. Aus dieser Zeit fallen mir ad hoc nur GATES OF ISHTAR ein, die ähnlich musikalisch waren, mit ihrem Oberhammer "At Dusk And Forever".

Die Jungs von UNANIMATED haben mächtig Herzblut in die Sache gelegt, das hört man den griffigen Kompositionen an. Schön wäre es, wenn nach der zweiten Reunion, nach der 2018er-EP "Annihilation", vielleicht doch noch etwas geht bei den Jungs aus Stockholm.

Elchtod kann man sowieso nie genug bekommen.



Ohne Bewertung
Autor: Christian Wiederwald (11.07.2020)

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