MORDRED - Volition

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VÖ: 19.06.2020
Bandinfo: MORDRED
Genre: Crossover
Label: Independent Audio Management ( IAM )
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Lineup  |  Trackliste

MORDRED waren Pioniere des Crossover, die neben Heavy und Thrash-Elementen auch funkige Passagen in ihre Stücke eingebaut haben. "Fool's Game" ist bis heute ein Klassiker. Es folgten noch zwei weitere Alben ("In This Life" und "The Next Room") ehe man dann für einige Zeit in der Versenkung verschwand. 

Anno 2020 gibt es ein neues Lebenszeichen in Form einer Vier-Track-EP, welche im Line-Up der "In This Life"-Scheibe von 1991 eingezimmert wurde.  Knapp dreißig Jahre später sind die o.g. Einflüsse zwar noch immer vorhanden wirken jedoch zwangsläufig nicht mehr so außergewöhnlich wie damals. Zudem entfernt man sich zum Teil auch gewaltig von dem, was die Band bekannt gemacht hat. Doch der Reihenfolge nach:

"Not For You" ist am ehesten mit den alten MORDRED vergleichbar, ein thrashig-hektisches Riff gepaart mit leichtem Sprechgesang. Das Scratchen ab und an ist zwar grenzwertig aber fällt hier nicht allzu negativ ins Gewicht.

                   

Beim zweiten Song "What Are We Coming To" klappt einem als Alt-MORDRED-Fan dann doch etwas die Kinnlade runter. Ein reiner Hip-Hop-Song mit verfremdeten Vocals. Ob das nun unbedingt sein muss, wage ich einmal zu bezweifeln. Das ist schlichtweg grauenvoll.

Bei "Love Of Money" geht es zum Glück wieder mit Rock-Elementen weiter. Jedoch ein eher belangloser Song, der nicht wirklich im Ohr hängen bleibt. 

"The Baroness" gab es vor ein paar Jahren schon einmal als Single. Auch kein Song, der die Musikwelt revolutionieren dürfte. 

Alles in allem ist die gut fünfzehnminütige EP eine etwas zwiespältige Geschichte. Wer MORDRED im Stile von "Fool's Game" erwartet, dürfte ein wenig enttäuscht sein. Der Hip-Hop-Song ist hoffentlich kein Hinweis darauf, wie es künftig bei der Band weitergeht. Ich warte da erst einmal einen vollen Longplayer ab und erspare mir da vorerst eine Wertung.



Ohne Bewertung
Autor: Martin Weckwerth (22.06.2020)

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