LIVING DEAD STARS - Living Dead Stars

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VÖ: 03.04.2020
Bandinfo: LIVING DEAD STARS
Genre: Hard Rock
Label: Pavement Entertainment
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Lineup  |  Trackliste

Moderne Technik und Breitband-Internet machen es möglich, dass sich Bands nicht zwangsläufig auf räumlich beschränktem Kreis bilden müssen. Die internationale Truppe von LIVING DEAD STARS ist ein gutes Beispiel dafür, was alles möglich ist, wenn zB die einen Teile des Albums überm großen Teich in Los Angeles aufgenommen werden, und einigge Parts auch in Großbritannien ihren Weg ins Studio finden. Aus diesen internationalen Ingredienzien entstand das Debüt „Living Dead Stars“, welches Anfang April erschien.

Geboten wird starker, hook-lastiger Hardrock mit vielfältigen klassischen Einflüssen, jedoch auch einem Hang zu modernen, ein wenig in den Alternative-Bereich schielenden Anleihen. Schon der starke Opener „Redeem Ourselves“ mit unterschwelligem Stadionrock-Feeling gibt mit gefühlvoller Intonation die Marschrichtung für das Album vor. Das folgende „Nightmare“ hätte soundtechnisch durchaus ein wenig fetter ausfallen können und auch „Checkmate“ bremst etwas, dafür stößt das zackige „Killzone“ (mit starkem Refrain!) in ein wenig treibendere, ruppigere Gefilde vor und bietet einen willkommenen Kontrast zu den smoothen Vorgängern.

Max Georgiev (FALLING IN REVERSE) veredelt das lässige „In Pieces“, das deutlich moderne Anleihen in sich trägt und nebst großen Refrain auch ein wenig gesanglichen Pfeffer bereit hält und insgesamt die aggressivste Seite von LIVING DEAD STARS zum Vorschein bringt, dabei aber dennoch wunderbar fragile Passagen hervorzukramen weiß. „Hopeless“ kommt balladesk einher, während die folgenden „Escape From Here“ und „Fallen“ ein wenig generisch wirken und das Niveau nicht so ganz halten können. Dafür tut sich „Through The Fire“ mit richtig coolem Eröffnungsriff hervor und wächst sich zu einem starken Titel mit erneut etwas modernem Anstrich aus, dessen Refrain gut im Gedächtnis verweilt. Die Akustiknummer „Northern Star“ bietet sodann einen runden Abschluss des eine gute dreiviertel Stunde abdeckenden Albums.

Musikalisch kann man bis auf den streckenweise ein wenig dünnen Sound nicht meckern, auch das Songwriting ist bis auf ein paar Ausnahmen pointiert und schlüssig. Die Geister werden sich wohl am ehesten an der Stimme von M.Nox scheiden, welche zwar mit großem Wiedererkennungswert gesegnet ist, jedoch gerade in den höheren Lagen bisweilen gepresst klingt. Dennoch gibt die gefühlvolle Intonation des ansonsten zum Teil fast unauffälligen Liedguts Dynamik und Seele, sodass man das Album gerne öfter auflegt. Vor allem „Killzone“, „In Pieces“ und „Through The Fire“ eignen sich perfekt zum losgelösten Cruisen über die Autobahn, während man die eingängigen Refrains gutgelaunt mitpfeift.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Anthalerero (14.05.2020)

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