RED DEAD - Forest Of Chaos

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VÖ: 17.02.2020
Bandinfo: RED DEAD
Genre: Death Metal
Label: Great Dane Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Bei der Betrachtung des Covers hätte ich nicht unbedingt auf DIESEN musikalischen Inhalt geschlossen. Dafür war die Überraschung nach den ersten Takten aber umso positiver! Die Roten Toten aus Frankreich liefern mit "Forest Of Chaos" nach dem 2017er Debüt "Therapy Of The Evil" heuer ihre zweite Langrille ab und haben dabei in Punkto Songwriting, technisches Können, sowie bei der Produktion einen grossen Schritt nach vorn gemacht.

Die Encyclopaedia Metallum gibt als Schublade schlicht Death Metal aus. Für alle, die es etwas differenzierter mögen, RED DEAD zocken eine unglaublich intensive Mischung aus Old School Death in feinster BOLZENWERFER-Manier und groovigem Todesmetal a la JUNGLE ROT und TORTURE KILLER, immer wieder gepaart mit dezenten quasi-melodischen Einsprengseln nach neuerer KATAKLYSM-Spielart. Doch genug der Vergleiche. Diese dienen auch mehr der Orientierung, denn RED DEAD machen definitiv ihr eigenes Ding.

Schon der Opener "Forest Of Flesh" ist ein mordsmässiges Groove-Monster, das direkt Lust auf MEHR macht. Und MEHR bekommt der Hörer in den folgenden 35 Minuten auf jeden Fall geboten.

"The Gatekeeper" beginnt schleppend. Dann verwandelt sich der Song drumsoundtechnisch immer mehr in ein behäbiges Maschinengewehr-Geknatter und mäht in bester Rambo-Manier alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Danach nimmt "Butcher's Prey" erst mal etwas mehr Fahrt auf (präsentiert aber einen fetten Midtempo-Part im zweiten Drittel). Und auch "Old Skull Road" und "Antidote Trap" sind, gemessen an der Durchschnittsgeschwindigkeit des Albums, in weiten Teilen regelrechte Speedtser. 

"Black Valley" erinnert ein wenig an die eingangs genannten, neueren Werke von KATAKLYSM, während die restlichen Songs sich in einer abwechslungsreichen Melange aus stampfendem Groove und wohldosierten Doublebass-Parts bewegen. Herauszuheben aus dem Pool an guten und sehr guten Stücken ist noch "The Servant Of Death" in dem sich Basser und Frontmann Roolet den Gesang mit dem Shouter der französischen Black-Deather MORGENRØDE teilt.

Fazit: 

"Forest Of Chaos" ist wirklich eine geile Scheibe geworden, die den Vorgänger in allen Belangen übertrifft. RED DEAD grooven und riffen sich herrlich oldschoolig durch die zwölf Stücke, dass es eine Freude ist. Die Produktion und der Sound haben sich ebenfalls um ein Vielfaches im Vergleich zum Debüt verbessert. Die Todesmetall-Walze fräst sich fett und massiv aus den Boxen in die Gehörgänge. Mit diesem Material werden RED DEAD auch live einiges reissen können, und um die Zukunft des infernalischen Trios muss einem nach dieser Vorstellung absolut nicht bange sein.

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (17.05.2020)

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