ANGELLORE - Rien Ne Devait Mourir

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VÖ: 14.02.2020
Bandinfo: ANGELLORE
Genre: Doom Metal
Label: Finisterian Dead End
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Liebe, Eifersucht und Tod begegnen einem in alten Sagen und sind auch bei der Atmospheric Doom Metalband ANGELLORE ein Thema. In „Rien ne devait mourir, (zu dt. „Nichts sollte sterben“) geht es um die Liebe, die durch den Tod zerbricht. Diese Idee entsprang aus einem altfranzösischen Roman, der im 12. Jahrhundert verfasst wurde. Die Band hat mithilfe eines Streicherensembles traumhafte Lieder geschrieben, in denen die Hinterbliebenen ihre Geschichten erzählen.

„A Romance Of Thorns“ beginnt mit dem Sterbegebet „In Paradisum“,  das gesprochen wird um dem Toten auf seine Reise in den Himmel alles Gute zu wünschen. Es streckt sich über zwanzig Minuten, und wird aus der Sicht von drei Charakteren gesungen. Jeder Charakter hat seine eigene Stimme, die von Walran, Rosarius und Lucia gesungen werden. Bevor die Aufmerksamkeit flöten geht, wird man von dem Growling wachgerufen, darum fällt es einem leicht, durchzuhalten.

Das Buch „Roman d’Énéas“ (zu dt. Aeneasroman) haben sich ANGELLORE als Vorlage genommen und singt in „Blood For Lavinia“ über das tragische Schicksal einer Königin. Die ruhige Bassstimme von Walran bedauert das Leid von Lavinia, unter dem ein flotter Drumbeat die Band vorantreibt.  Celin (Bass) springt mit den Fingern am Griffbrett herum und sorgt für einen grandiosen Abschluss. „Sur Les Sentiers De Lune“ (zu dt. „Auf den Mondesspuren“) ist ein grandioses Trauerspiel, das genauso als Filmmusik durchgehen würde. Eine leise Klaviermelodie wird von einer Gruppe Streicher getragen und der Trommelwirbel erinnert an eine Musikkapelle im Trauermarsch. Ab der Hälfte bekommt das Lied einen Doom Metalcharakter, denn Rosarius hämmert in seine verzerrte Gitarre die Powerchords hinein. Gegen Ende tobt der Schlagzeuger sich an den Trommeln aus und lässt kein Becken ungeschlagen.
Lange hat es gedauert, aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall. Wer durch den langwierigen Einstieg durchgekommen ist, kann sich auf pompöse Filmmusik freuen, zu denen poetische Trauergeschichten gesungen werden. „Rien ne devait mourir“ ist mit viel Aufwand produziert worden und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (25.04.2020)

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