THE ORDER - Supreme Hypocrisy

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VÖ: 22.05.2020
Bandinfo: THE ORDER
Genre: Rock
Label: Massacre Records
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Lineup  |  Trackliste

THE ORDER sind eine Schweizer Hardrockband, welche seit 2005 besteht und seither im selben Lineup spielt. Eine solche Beständigkeit sagt etwas über die Konstanz der Band aus, die sich auch musikalisch zeigt. Fadengerader Hardrock, teilweise schon Heavy Metal, der sich aus den Achtzigern nährt und dennoch sehr modern klingt.

Schweizer Hardrockbands werden häufig an GOTTHARD, KROKUS oder SHAKRA gemessen. Diesen Vergleich müssen THE ORDER nicht scheuen, Sänger Gianni Pontillo darf man ruhig in mindestens derselben Kampfklasse einordnen wie Mark Fox, Marc Storage oder Nic Maeder. Erstaunlich bleibt, dass der Kapelle bisher ein großer Durchbruch verwehrt blieb.

Der Opener "The Show" erinnert in den ersten Takten stark an "Barracuda" von HEART, möglicherweise bewusst als Hommage an die musikalischen Wurzeln der Band gedacht. Auf jeden Fall demonstriert der Track gleich die Power der Band, ihre Energie. 
Ein Beispiel für den Hammersound der Truppe ist "Dreams Are Not The Same", knappe vier Minuten heftiger Hardrock; Ausdruck dessen, dass das gesamte Album etwas dunkler und ein Stück härter einschlägt als frühere Scheiben.

Eindrücklich ist auch "No Messiah" - "Es ist alles in Ordnung - bald erkennen sie - es gibt keinen Messias" - wenn das keine Ansage an eine heuchlerische Welt ist, sei es politisch oder religiös.
"Only The Good Die Young" ist das beste Beispiel dafür, dass die Band sich dunkler präsentiert - das Stück bringt doomige Elemente in der Tradition von BLACK SABBATH, gleichzeitig erweckt die Nummer den Eindruck, eine Powerballade zu sein - was sich in einem heftigen Mittelteil ad absurdum führt, gegen Ende des Tracks aber wieder bestätigt.
"All die Erinnerungen, all die Zeit, die wir zusammen verbracht haben ist mit einem Wimpernschlag verschwunden - Nur die Guten sterben jung."

Schön, wenn eine Band nach 15 Jahren ohne den großen Durchbruch weiterhin auf hohem Niveau durchhält und einerseits hammergeile, musikalische Qualität liefert, andererseits pure Spielfreude verkörpert. Wenn dann noch tiefgründige Texte hinzukommen, dann handelt es sich um ein Album, das man sich getrost antun darf.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Danny Frischknecht (15.05.2020)

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