ON THORNS I LAY - Threnos

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VÖ: 21.02.2020
Bandinfo: ON THORNS I LAY
Genre: Doom Metal
Label: Lifeforce Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Das neunte Studioalbum namens „Threnos“ von ON THORNS I LAY- (früher auch bekannt als PARALYSIS und PHLEBOTOMY) ist veröffentlicht und entführt uns in die griechische Mythologie.

Die Band bestehend aus Stefanos (Sänger), Chris (Gitarrist), Antony (Keyboard), Stelios (Drums), Akis (Gitarrist) und Jim (Bass) produziert seit den 90er Jahren Metal und entwickelten ihren Sound erfolgreich weiter zu Gothic/Doom Metal. Der Bandname bezieht sich auf Shakespeares Werke. ON THORNS I LAY werden in einem Atemzug mit Größen wie ROTTING CHRIST, SATYRICON, SEPTICFLESH und NIGHTRAGE erwähnt. Anfang 2020 traten ON THORNS I LAY mit KATATONIA in Athen auf. Gemischt und gemastert wurde „Threnos“ von keinem Geringeren als Dan Swäno (UNISOUND).
„Threnos“ oder „Threnodie“ war im antiken Griechenland ein Trauer- Klagelied über den Tod eines geliebten Wesens.
Diese Lieder sang man bei der Aufbahrung und beim Leichenbegängnis. 
Später bildete sich „der Threnos“ zu einer eigenen Gattung der Poesie aus.

Jeder Song erzählt von griechischen Mythen. Wir erfahren von den „Sirenen“- drei gefährliche Meerjungfrauen-Kreaturen, die als Verführerinnen dargestellt wurden und mit ihrer betörenden Musik und ihren Stimmen Seeleute in der Nähe ihrer Insel lockten, um sie zu töten. Vielleicht bist du kein Seemann - du solltest trotzdem vorsichtig sein.
Wir begeben uns auf lange Irrfahrten, treiben zwischen Sieg und Ruin und suchen nach Land.
Während Frontmann Stefanso durchgehend tief growlt und so, wie ein erweckter mächtiger Gott klingt, hört man zwischendurch eine sanfte Frauenstimme griechisch sprechen. Die Texte sind sowohl Englisch als auch Griechisch - in jeden Fall hypnotisierend. Stefanso singt so eindringlich, dass sich die Lyrics wie Gebete anhören. Das langsame Tempo ist episch und die Gitarrensolos sind melodisch und mystisch. Zudem wird jeder Song, jede „Reise“ mit klassischer Musik- Violinen und Klavierspiel untermalt. Das rundet den bildhaften Sound perfekt ab und sorgt für die richtige Dosis Melancholie. Die typisch griechischen Gitarrenklänge machen das Album originell und spannend abseits des Mainstreams. Es sind 7 Songs auf "Threnos" zu hören. 

„The Song of Sirens“ beginnt verführerisch und die Hookline ist unheimlich eingängig und melodisch. „Quranio Deos“ und „Cosmic Silence“ nehmen mit harten Riffs immer wieder Fahrt auf.  „Erevos“, „Misos“ und „Threnos“ funktionieren erzählerisch perfekt und mit „Odysseia“ endet alles mit dem letzten Ton in klassischer Musik. 

Fazit: Ein starkes Album!
Lyrischer Doom Metal zum Anbeten.

Meine Favoriten sind „Quranio Deos“, „Misos“, „Threnos“ und “Odysseia“.
Für Fans von AMORPHIS und CELTIC FROST.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Denise Alex Heindl (23.04.2020)

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