CAPTAIN BLACK BEARD - Sonic Forces

Artikel-Bild
VÖ: 15.05.2020
Bandinfo: CAPTAIN BLACK BEARD
Genre: Melodic Rock
Label: AOR Heaven
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

CAPTAIN BLACK BEARD aus Schweden gelingt mit ihrem mittlerweile vierten Album ein weiterer riesen Sprung vorwärts. Die ersten beiden Scheiben konnten schon einige starke Songs aufweisen, doch die gewöhungsbedürftige Stimme hielt mich letztlich immer davon ab, mich näher mit der Band zu beschäftigen. Irgendwie habe ich das auch beim Vorgängeralbum mit Sängerin (Liv Hansson, auf der Tour zum Album allerdings bereits durch Linnea Vikström ersetzt) verabsäumt, aber das gilt es wohl nachzuholen. Jedenfalls ist Sänger Nummer drei Martin Holsner eine äußerst gute Wahl, und ich hoffe, dieses Line-Up bleibt für eine längere Zeit bestehen. "Sonic Forces" hat nämlich alles, um mit den Großes dieses Genres mitzuhalten. Auch der Sound, für den Dave Dalone von H.E.A.T verantwortlich zeichnet, kann allen Ansprüchen vollauf genügen. Und für alle, die einen Vergleich brauchen, würde ich sagen, dass die Songs häufig nach BROTHER FIRETRIBE klingen, allerdings mit einer teilweise kräftigen Portion NIGHT FLIGHT ORCHESTRA. Diese zwei Namen stehen nun jedenfalls für durchwegs hohe Qualität, die auch auf diesem Album geboten wird. 

Der Start bietet gleich erste Highlights mit den Songs "Headlights" und "Lights And Shadows", welche einen Uptempo-Start genau in der genannten Mischung der beiden Bands liefern. Auch "Disco Volante" und das gemächlichere "Tonight" - die einzige langsamere Nummer, jedoch eher Mid-Tempo als Ballade - halten diesen hohen Standard locker, dasselbe gilt für den folgenden Titelsong "Sonic Forces". 

Nach dem zwar ebenfalls starken, aber vielleicht nicht ganz so zündenden "Tiime To Deliver" steigert "Midnight Cruiser" wieder die Klasse und gefällt mit jedem Hördurchgang besser. Der Song ist auch die richtige Einleitung für die folgende absolute Granate: "Young Hearts" dringt sofort ultramelodisch in die Ohren ein und lässt sich von dort nicht mehr vertreiben - für mich derzeit wohl die stärkste Nummer des Albums. Die beiden abschließenden Songs "Gotham City" und "Emptiness" - der Letztere mit einem kurzen Saxophon-Teil - erinnern dann mehr an das NIGHT FLIGHT ORCHESTRA als alle anderen acht zuvor, sind aber ebenfalls über jeden qualitativen Zweifel erhaben. Ganz stark!

Schade nur, dass das Ende dieser durchgehend starken Scheibe viel zu schnell da ist - aber ein sofortiger Neustart verschafft zum Glück Abhilfe. Dieser Sound macht einfach absolut gute Laune. Eine wahre Freude für die Ohren und das richtige für die Jahreszeit.

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Andreas Meiser (09.05.2020)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: One Desire
ANZEIGE