WITCHES OF DOOM - Funeral Radio

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VÖ: 03.04.2020
Bandinfo: Witches Of Doom
Genre: Doom Metal
Label: My Kingdom Music
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits  |  Trivia

Das Land Italien befindet sich im Ausnahmezustand, aber das italienische Quartett WITCHES OF DOOM lässt sich nicht unterkriegen. Ihr neues Album „Funeral Radio“ handelt von einem Drogensüchtigen, der in Selbsthass untergeht. Die Gitarren kreischen, der Sänger brüllt vor Schmerz. In „Funeral Radio“ nimmt der Kampf mit sich selbst kein gutes Ende.


Wenn man denkt, es geht einem schlecht, hat noch nicht „Master Of Depression“ gehört. Im Lied geht es um einen Heroinabhängigen, der von der Droge nicht mehr wegkommt. Die tragische Erzählung wird von schwungvollen Riffs á la BLACK SABBATH begleitet, während der Groova (Gesang) lautstark mit seinem Verstand diskutiert. In „Sister Fire“ macht der Sänger einen starken Stimmungswechsel und verfällt in ruhiger Stimmlage, die an Keith Caputos (ex-Sänger von LIFE OF AGONY)(??? - Keith ist als Mina Caputo noch immer Sängerin von LIFE OF AGONY – der Stammdatenbeauftragte) Gesangstil erinnert.

Der Schlagzeuger hämmert wild auf den Trommeln, ohne sich eine Pause zu gönnen. Gegen Ende des Liedes bauschen Synthesizer Effekte die Stimmung noch mehr auf, um den Sound dramatischer  wirken zu lassen.  Für zwischendurch gibt es eine Rockballade, in der sich die Italiener mächtig ins Zeug gelegt haben. In der Totenwelt gefangen, trauert das lyrische Ich seinem Leben nach und wird dabei von einer Gitarrenmelodie geführt. Der Bassist kann sich gegen die Gitarrensolos durchsetzen, in dem er munter um die Melodie herumspielt.


Wenn man von der Einsamkeit in den Wahnsinn getrieben wird, ist jede Art von Abwechslung willkommen. "Funeral Radio“ bietet diese Abwechslung und noch vieles mehr. Der Bass bleibt stimmungsvoll im hörbaren Bereich, das auch dem exzellenten Abmischen des Albums geschuldet ist. Der Sänger präsentiert seine Stimme facettenreich und wirkt sehr authentisch. Zusammengefasst: Ein fröhlicher Hörspaß für depressive Metalheads. Thumbs up!



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (03.04.2020)

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