ROSS THE BOSS - Born Of Fire

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VÖ: 06.03.2020
Bandinfo: ROSS THE BOSS
Genre: Heavy Metal
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Es gab nicht wenige, die meinten, der Auftritt von ROSS THE BOSS am Keep It True-Festival 2016 wäre ein sehr denkwürdiger gewesen. Der damalige Sänger Mike Cotoia wurde gar mit dem jungen Eric Adams verglichen. Dies ist natürlich Unsinn. Anhand wackeliger Handyvideos auf Youtube lässt sich zwar eine gewisse Ähnlichkeit betreffend Klangfarbe der Stimme erahnen. Während Adams aber seinerzeit als absolutes Tier auf der Bühne galt, versprühte Cotoia maximal den Charme eines Bahnhofstrichers. Und weil beim Heavy Metal das Auge mitisst, hat es auch nicht geschadet, dass sich Herr Friedman schließlich auf "By Blood Sworn" (2018) für eine andere Besetzung entschieden hatte. Besagter Longplayer verfügt in seinen besten Momenten durchaus über einen Hauch des Spirits, der die sagenumwobenen MANOWAR Gnadenhämmer "Hail To England" und "Sign Of The Hammer" (beide 1984) auszeichnet.

Nun steht mit "Born Of Fire" nach nicht einmal zwei Jahren ein weiteres Album bereit, aber das folgende Statement von Bandkopf Ross stimmt zu Recht bedenklich: „Zurzeit von „By Blood Sworn“ haben wir die Songs beim Proben ausgearbeitet. Für „Born Of Fire“ haben wir Demos gemacht und auch die Arrangements auf den Demos. Sobald unsere Demos gut klangen, ging es ins Studio [...] wo wir Schlagzeug, Bass und Gitarre aufnahmen.“ Herausgekommen ist nach der Programming-Bastelei am Heim-PC schließlich ein doch recht überspannt inszenierter Mix aus Uptempo-Geboller der Marke jüngere VENOM oder EXCITER, und PANTERA-mäßigen Neo-Thrash Grooves. Mit den organisch wirkenden True Metal-Huldigungen auf dem Vorgängerwerk haben ein "Fight The Fight" oder "Denied By The Cross" nicht mehr viel gemein. Wenn es dennoch mal traditioneller tönt, dann überaus schwülstig wie etwa bei "Maiden Of Shadows". Großartige Melodien und mitreißende Hooks sind auf "Born Of Fire" hingegen Mangelware. Der Chef und seine Kumpels tun gut daran, die nächste Platte wieder im Probenkeller auszuknobeln. So wie es sich beim Echtstahl eigentlich auch gehört.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Sandy (12.03.2020)

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