GOBLINSMOKER - A Throne In Haze, A World Ablaze

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VÖ: 07.02.2020
Bandinfo: GOBLINSMOKER
Genre: Sludge Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Irgendwie hatte ich gleich ein gutes Gefühl als ich das trippige Cover-Artwork mit dem bekifften Kröten-König sah, ich wusste, daraus kann eine echte Freundschaft oder sogar mehr werden. Dass wir nicht nur grafisch, sondern auch musikalisch auf der selben Wellenlänge sind hat die junge UK-Band GOBLINSMOKER mit ihrer dritten, in Eigenproduktion entstandenen EP "A Throne In Haze, A World Ablaze" ebenfalls gleich klargestellt. Finsterer Sludge-Doom par exellence steht auf dem Programm!

Der König der Kröten herrscht über sein sumpfig stinkendes, mit süßlich riechenden Dunstschwaden durchzogenes Königreich offensichtlich mit brachialer Gewalt, zumindest lässt der Sound eben dies vermuten. Kaum hat man einen Fuß in den modrigen Untergrund gesetzt, fällt es schwer auch nur einen Schritt voran zu kommen, viel zu schwer haftet der Morast an den Beinen. Man kämpft sich voran und erreicht schließlich die prall gefüllte Kröten-Pfeife, wenn einen nicht vorher ein Gift-Pfeil zur Strecke gebracht hat. Harsche Screams, sehr tief gestimmte Instrumente und ein akzentuiert eingesetztes Schlagzeug sorgen für die perfekte musikalische Untermalung des Kröten-Epos. In die Aufnahme kann man sich richtig schön fallen lassen, jedoch sollte man nicht erwarten, dass es hier verspielt oder chillig zugeht. Bei GOBLINSMOKER gibt's eins in die Fresse, wenn auch großteils im Zeitlupentempo. Die Grundstimmung ist vernichtend und bösartig, richtig schön hingerotzt und dreckig, wie es sich im Genre gehört. Die EP ist super durchgängig zu hören und in Zeiten wie diesen, wo man am besten allein daheimsitzt, ein perfekter Begleiter für
eine einsame halbe Stunde.

Nach drei sehr guten EPs bleibt nun nur noch zu wünschen, dass die nächste Veröffentlichung von GOBLINSMOKER gleich ein ganzes Album wird. Es gelingt den Briten einen sehr eigenständigen Sound zu kreieren, nicht die nächste mittelmäßige BONGRIPPER, WEEDEATER oder ELECTRIC WIZARD Kopie zu sein. Einziger Kritikpunkt, die durchgängig recht eintönigen Vocals haben aus meiner Sicht noch Potenzial zur Verbesserung, etwas mehr Variation würde hier nicht schaden, daher 4 von 5 Punkten.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Marlene Krempl (22.03.2020)

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